Schüler bekamen Geld für PISA-Test

Skandal

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Schüler bekamen Geld für PISA-Test

Deutsche PISA-Forscher sind schockiert: Laut einem internen Papier hatten einige Länder, die bei der PISA-Studie 2006 teilgenommen haben, spezielle Lockmittel für ihre Schüler eingesetzt. So hätten in den USA Schüler bis zu 50 Dollar (rund 34 Euro) bekommen, wenn sie brav die PISA-Fragebögen ausfüllten. Die Niederlande boten den ausgewählten PISA-Schülern Zehn-Euro-Gutscheine für die Teilnahme. In Großbritannien gab es ebenfalls Bares, wenn bestimmte Teilnehmerquoten erreicht worden sind. In Slowenien konnten sich die Schüler über einen freien Schultag freuen. Österreich und Deutschland verzichten auf solche Angebote.

Guter Rücklauf
Es besteht hierzulande auch kein Anlass zur Sorge: Die Teilnehmerquote ist in Österreich „prima“, bestätigt Chef-Analystin Karin Zimmer der OECD in Paris. Bei anderen Staaten ist dem nicht so: Großbritannien konnte zu wenige Schüler für den PISA-Test 2003 motivieren. Die Folge: Die OECD publizierte die Ergebnisse nicht.

Die deutschen PISA-Forscher äußern „Bedenken hinsichtlich der gewissenhaften Einhaltung der PISA-Standards“ und kritisierten die Zahlung für die Teilnahme: „Sie könnte gegebenenfalls die Repräsentativität der Stichprobe verzerren.“ Laut dem deutschen Bildungsforscher Jürgen Baumert tragen Geschenke aber zu keinem besseren Test-Ergebnis bei. Die USA schafften bei Mathematik nur den 25. Platz unter den OECD-Staaten.

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