Schuldsprüche nach brutalem Gemetzel

Blutige Messer-Morde

© Reuters

Schuldsprüche nach brutalem Gemetzel

Knapp ein Jahr nach dem Mord an zwei französischen Studenten in London hat ein Gericht die beiden Angeklagten am Donnerstag schuldig gesprochen. Laut Anklage fesselten Dano S. und Nigel F. die beiden 23-jährigen Opfer, folterten sie und stachen unzählige Male auf sie ein. Nach dem Verbrechen setzten sie die Wohnung in Brand.

"Es war ein Gemetzel"
"Sie wurden wie Tiere behandelt", sagte Polizeikommissar Mick Duthie, der die Ermittlungen leitete. "Es war Blut an Decken und Wänden. Das war ein Gemetzel." Die Biochemie-Studenten Gabriel Ferez und Laurent Bonomo waren Ende Juni vergangenen Jahres in Bonomos Wohnung tot aufgefunden worden. Eine der Leichen wies fast 200, die andere etwa 50 Messerstiche auf.

Offenbar wollten die Täter an das Geld ihrer Opfer herankommen. Den Ermittlern zufolge verlangten sie die Herausgabe der PIN-Nummern. Vermutlich wurden die beiden Franzosen getötet, nachdem der Versuch, Geld abzuheben, gescheitert war.

Vorwürfe der Mutter
Bonomos Mutter warf den Behörden vor, ihr Sohn könnte noch am Leben sein, wenn sie ihre Arbeit ordentlich gemacht hätten. Einer der beiden Angeklagten, der 23-jährige Dano S., war bereits einschlägig vorbestraft, aber vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Danach verübte er weitere Verbrechen, wurde jedoch erst nach der Ermordung der Studenten festgenommen.

US-Justizminister Jack Straw entschuldigte sich bei den Familien der Opfer. Er räumte ein, dass S. zum Zeitpunkt der Bluttat nicht auf freiem Fuß hätte sein dürfen.

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