Selbstmordattentat in Stockholm

Schweden

© AP

Selbstmordattentat in Stockholm

Die schwedische Polizei geht in ihren Ermittlungen davon aus, dass es sich bei zwei Explosionen in der Stockholmer Innenstadt am Samstag um einen glimpflich verlaufenen Terroranschlag gehandelt hat. Die Explosion eines Autos am Samstagnachmittag in einer belebten Einkaufsstraße hatte Panik ausgelöst. Kurz darauf kam ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter bei einer weiteren Detonation unweit der ersten ums Leben. Zwei Menschen wurden durch die Explosionen verletzt. Ein Bekennerschreiben deutet auf die Tat eines oder mehrerer islamistischer Extremisten hin.

Die Explosion eines Autos hätte wahrscheinlich weitaus verheerendere Auswirkungen gehabt, wenn die Benzinkanister, die von Rettungskräften gefunden in dem Fahrzeug gefunden wurden, ebenfalls detoniert wären. Kurz vor der Tat ging ein Schreiben bei der schwedischen Nachrichtenagentur TT und bei der schwedischen Sicherheitspolizei SÄPO ein, das auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hinweist.

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Die Ermittler bestätigten die Existenz des E-Mails und deuteten in verschiedenen Stellungnahmen an, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Schreiben, den Explosionen und dem möglichen Attentäter geben könnte. Angaben zu Details wie der Identität des laut Medienberichten 28-jährigen Toten lehnten Sprecher von Polizei und SÄPO unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen jedoch ab.

Angeblicher Name des Attentäters veröffentlicht
Eine islamistische Webseite hat den angeblichen Namen des Attentäters von Stockholm genannt. "Das ist unser Bruder, der Mujahid Taimur Abdel Wahab, der die Märtyrer-Tat in Stockholm vollbracht hat", meldete die Webseite "Shumukh al Islam" am Sonntag. Dazu wurde ein Foto des angeblichen Attentäters gestellt. Die Webseite feierte sich selbst für den "großen Medien-Coup: ein exklusives Foto des Attentäters von Schweden".

Das Foto zeigt den angeblichen Attentäter in schwarzer westlicher Kleidung, mit einer schwarzen Brille und Händen in den Taschen vor einem grünen Tal. Auf der Webseite werden weder das Alter, noch die Staatsangehörigkeit des Mannes genannt. Auch wird nicht gesagt, ob er einer extremistischen Gruppe angehört.

Terrorwarnstufe nicht erhöht

Obwohl in Richtung eines Terroranschlags ermittelt werde, sei derzeit nicht daran gedacht, die Terrorwarnstufe zu erhöhen, erklärte Polizeisprecher Anders Thornberg. Die Polizeipräsenz im Stockholmer Stadtzentrum sowie um bestimmte Gebäude werde jedoch verstärkt.

Bomben hätten "hunderte Menschen" töten können
Kurz vor 17.00 Uhr war am Samstag in der belebten Einkaufsstraße Drottninggatan (Königin-Strasse) ein Auto explodiert. Kurz darauf kam ein Mann bei einer weiteren Detonation in der Nähe ums Leben. Ein Augenzeuge berichtete, der am Boden liegende Mann habe "im Bauch ein großes Loch" gehabt. Laut Medienberichten vom Sonntag hatte der Mann mehrere mit Nägeln gefüllte Rohrbomben bei sich, die nach Ansicht von als Experten bezeichneten Kommentatoren "hunderte Menschen" töten hätten können. Es sei jedoch nur eine Sprengladung detoniert. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sprach bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Sonntag von "umfassenden Mengen Sprengmittel".

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