Serbische Lipizzaner müssen weiter hungern

Tierschützer

© AP

Serbische Lipizzaner müssen weiter hungern

Die Pferde sind auf einem privaten Landgut bei Novi Sad (Vojvodina) untergebracht. Die Rippen der Tiere könnten aus der Ferne abgezählt werden, wurde vom Verband "Freiheit für Tiere" der Befund von Veterinären der österreichischen Organisation "Vier Pfoten" zitiert, welche die hungernden Pferde am 20. August besichtigt hatten.

In der Aussendung heißt es, dass sich einige Pferde kaum bewegen könnten. Würden sie umfallen, könnten sie nicht mehr aufstehen. Als Nahrung sei nur Stroh vorgefunden worden, der eigentlich als Unterlage und nicht als Kost dienen sollte.

Von serbischen Tierärzten wurden nach Medienberichten Ende Juli 70 Pferde inspiziert, die sich auf dem Landgut befinden. Damals sollen dem Tierschutzverband zufolge weitere 20 Exemplare in besonders schlechtem Zustand gar nicht vorgeführt worden sein.

Aus dem kroatischen Gestüt Lipik bei Pakrac waren zu Kriegsbeginn 1991 achtundachtzig Lipizzaner nach Serbien überführt und seither auf dem Landgut bei Novi Sad gezüchtet. Der Inhaber, Todor Bukinac, verlangt nun eine Entschädigung in Höhe von 300.000 Euro.

Eine seitens der Behörden bereits vereinbarte Rückgabe der Pferde an das kroatische Gestüt war vor drei Jahren an diesen finanziellen Forderungen gescheitert. Das serbische Landwirtschaftsministerium konnte nicht, die kroatischen Behörden wollten nicht darauf eingehen.

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