So erlebte Österreicher den Tsunami

Interview

© Reuters

So erlebte Österreicher den Tsunami

ÖSTERREICH: Wie haben Sie die Verwüstung mitbekommen?
Klaus Dirnberger: An der Ostküste, wo ich mit meinem Sohn auf Urlaub bin, ist alles mehr oder weniger im Normalzustand. Im TV sind aber die Bilder aus dem Südwesten zu sehen: Dort ist alles verwüstet, die Wellen sollen bis zu sieben Meter hoch gewesen sein.

Denkt man da an den Tsunami 2004?
Natürlich, ich dachte sofort an den Tsunami 2004.

Wo waren Sie zum Zeitpunkt der gestrigen Katastrophe?
Ich bin hier mit meinem Sohn auf Urlaub. Wir waren noch im Bett, als sich um 6.50 Uhr die Erde bewegt hat. Wir sind aufgewacht. Das Beben hat etwa eine Minute gedauert und war ziemlich stark.

Wie war Ihre erste Reaktion?
Viele Touristen sind aus den Bungalows nach draußen gestürmt, wir auch. Alle fragten sich, ob das tatsächlich ein Tsunami war und wo das Epizentrum ist. Aber das wusste man zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das war das Beunruhigende.

Was ging Ihnen da durch den Kopf?
Ich fragte mich, was passiert jetzt. Es war eine Panik zu spüren, die Leute um mich waren alle ganz aufgeregt. Dann hat es zwei Nachbeben gegeben.

Was ist dann passiert?
Minuten später wurde dann Tsunami-Warnung gegeben. Alle Touristen wurden auch persönlich informiert. Wir wurden vom Meer, wo das Hotel ist, in Richtung der Hügel gebracht und in einer Schule am Fuß eines Vulkans untergebracht.

Wie verlief die Evakuierung?
Dort waren wir zwei Stunden. Es gab Verpflegung, Zimmer wurden uns in höheren Gegenden angeboten. Es dauerte zwei Stunden, bis es Entwarnung gab. Wir sind dann zurück ins Hotel, hatten das Meer aber immer im Auge.

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