Spektakuläre Kunstdiebstähle seit 1990

Hintergrund

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Spektakuläre Kunstdiebstähle seit 1990

7. Februar 2008
Aus einer Ausstellung in Pfäffikon am Zürichsee werden zwei Picasso-Bilder gestohlen. Der spanische Maler ist das beliebteste Ziel von Kunstdieben. Gemäß dem internationalen Art-Loss-Register sind bis zu 600 Picassos als gestohlen gemeldet.

28. Februar 2007
Aus der Pariser Wohnung der Picasso-Enkelin Diana Widmaier-Picasso werden drei Gemälde ihres Großvaters im Wert von rund 50 Millionen Euro entwendet. Die Polizei verhaftet die Diebe, als sie versuchen, die Bilder zu verkaufen.

25. Februar 2006
Mitten im Karnevalstrubel stürmen mindesten vier mit Maschinengewehren und Handgranaten bewaffnete Männer das Chacara do Ceu Museum in Rio de Janeiro. Sie überwältigen die Wachleute und verschwinden mit vier Bildern von Picasso, Dali, Monet und Matisse im Wert von rund 40 Millionen Euro.

22. August 2004
Mit Waffengewalt entwenden zwei Kunsträuber die weltberühmten Bilder "Der Schrei", der bereits 1994 gestohlen wurde, und "Madonna" von Edvard Munch (1863-1944) - Schätzwert knapp 100 Millionen Euro - vor den Augen entsetzter Besucher aus dem Munch-Museum in Oslo. Erst zwei Jahre später können die Bilder sichergestellt werden.

11. Mai 2003
In den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2003 wird im Kunsthistorischen Museum Wien (KHM) die "Saliera" von Benvenuto Cellini gestohlen. Es ist die einzige erhaltene gesicherte Goldschmiedearbeit des italienischen Bildhauers (1500 - 1571). Angaben zum Wert des Salzfasses lagen um die 50 Millionen Euro. Im Jänner 2006 finden es Polizisten in einem Wald in Niederösterreich, nachdem sich der Täter bei der Polizei gemeldet hat.

April 2003
Aus dem Nationalmuseum in Bagdad werden während Plünderungen in Folge des Irak-Krieges zahllose bedeutende Kunstwerke gestohlen. Experten sprechen von einer "Katastrophe für das Kulturerbe".

1995 bis 2001
Der international tätige Kunstdieb Stephane Breitwieser entwendet im Zuge seiner Diebestouren durch mehrere europäische Staaten 239 Werke von zum Teil unschätzbarem Wert - darunter aus dem Tiroler Landesmuseum das ovale Ölbild "Flötenspielender Knabe" von Gerard Dou. Es ist vermutlich unwiederbringlich verloren, denn nach seiner Festnahme in der Schweiz im November entledigte sich Breitwiesers Mutter der Sammlung. Sie warf einen Teil der Beute in den Rhein-Rhone-Kanal bei Straßburg; die alten Gemälde zerschnitt sie nach eigener Aussage und warf sie in den Müll.

22. Dezember 2000
Zwei bewaffnete Männer rauben aus dem Nationalmuseum in Stockholm Gemälde von Rembrandt und Renoir mit einem Schätzwert von insgesamt rund 32,2 Millionen Euro.

20. März 2000
In Berlin lässt ein Fahrer seinen Kleinlaster mit Gemälden im Wert von rund einer halben Million Euro unbeaufsichtigt. Als er zurückkehrt, ist der Wagen samt Kunstwerken verschwunden. Unter den gestohlenen Grafiken und Gemälden sind Werke von Miro, Kollwitz und Barlach. Dank einer aufmerksamen Kriminalbeamtin werden sechs Wochen später 47 Gemälde sicher gestellt.

Dezember 1994
Antike chinesische und jüdische Schriften im Wert von mindestens 300 Millionen Dollar (262 Mill. Euro) werden aus der Eremitage in St. Petersburg entwendet.

28. Juli 1994
Drei Meisterwerke von William Turner und Caspar David Friedrich werden aus der Kunsthalle Schirn in Frankfurt/Main geraubt. Die Täter überwältigen einen Wachmann. Turners Bilder "Licht und Farben" und "Schatten und Dunkelheit" aus der Tate Gallery sowie Friedrichs Ölgemälde "Nebelschwaden" - Leihgaben aus London und Hamburg - haben einen Versicherungswert von insgesamt rund 35 Millionen Euro. Die Bilder bleiben verschwunden.

12. Februar 1994
Munchs weltbekanntes Gemälde "Der Schrei" wird aus dem Nationalmuseum in Oslo gestohlen. Der Raub sorgt ob seiner Dreistigkeit - die Täter stellten eine Trittleiter an die Außenmauer des Museums und nahmen das Bild bei heulenden Sirenen ab - für besonderes Aufsehen. Das Gemälde taucht drei Monate danach unversehrt wieder auf, der Täter, Paal Enger, war bereits 1988 wegen Diebstahls eines anderen Munch-Bildes ("Vampir") verurteilt worden.

8. November 1993
Aus dem Modernen Museum in Stockholm werden sechs Picasso-Werke und zwei Gemälde Georges Bracques im Wert von insgesamt rund 58 Millionen Euro gestohlen - alle Bilder tauchen wieder auf.

Oktober 1992
Aus dem Stadtschloss in Weimar werden acht Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren im Wert von mindestens 30 Millionen Euro gestohlen.

14. April 1991
In einem der größten Kunstraube der Nachkriegsgeschichte werden aus dem Van Gogh-Museum in Amsterdam 20 Bilder im Wert von rund 436 Millionen Euro entwendet, wenig später aber in einem verlassenen Auto wiedergefunden.

18. März 1990
Bei einem der größtem Diebstähle der Geschichte werden aus dem Isabella Stewart Gardner-Museum in Boston elf Gemälde von Rembrandt, Vermeer, Govaert Flink, Degas und Manet sowie ein kostbarer chinesischer Bronzebecher aus der Zeit um 1200 vor Christus gestohlen. Die Schätzungen über den Wert der Bilder reichen von 100 bis 200 Millionen Dollar.

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