Hintergrund

Stichwort Jakarta

Die indonesische Hauptstadt Jakarta gehört mit mehr als acht Millionen Einwohnern zu den Metropolen Südostasiens. Im gesamten Ballungsraum rund um den früher "Batavia" genannten Regierungssitz leben Schätzungen zufolge weitere neun Millionen Menschen, viele von ihnen in Slums oder in den Neubaugebieten der Vorstädte. Die bevölkerungsreichste Stadt Indonesiens ist auch das wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Der pulsierende Verkehrsknotenpunkt liegt an der Mündung des Flusses Ciliwung im Nordwesten der Insel Java. Wegen des feuchten Tropenklimas und der zum Stadtkern hin abfallenden Hügel im Süden wird Jakarta während der Regenzeit häufig von Überschwemmungen heimgesucht.

Ausufernde Bauprojekte
Städteplaner und Kommunalpolitiker gerieten in den vergangenen Jahren immer stärker in die Kritik: Umweltschützer werfen ihnen vor, die Verwundbarkeit der Stadt durch ausufernde Bauprojekte erhöht zu haben. Die Versiegelung des Bodens und der schlechte Zustand des Kanalsystems seien die Hauptursachen dafür, dass die Wassermassen nicht schnell genug abfließen können.

Der an der Küste der Java-See gelegene Stadtteil Tanjung Priok beherbergt den Hauptseehafen Indonesiens. Neben dem Schiff- und Automobilbau zählen in Jakarta die Druckindustrie sowie das Leder- und Textilgewerbe zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. In der modernen Oberstadt (Weltevreden) befinden sich zahlreiche Hotels, Verwaltungsgebäude und Einkaufszentren. Die meisten Handelsfirmen sind in der Unterstadt (Kota) beheimatet. Dort erinnern alte Gebäude und enge Gassen an die niederländische Kolonialzeit.

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