Sex-Krimi um Top-Banker Strauss-Kahn

Fiel über Mädchen her

Sex-Krimi um Top-Banker Strauss-Kahn

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Eine DNA-Analyse soll die schweren Vorwürfe wegen versuchter Vergewaltigung gegen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erhellen. "Er hat weiteren gerichtsmedizinischen Untersuchungen auf Bitten der Behörden freiwillig zugestimmt", betonte sein Anwalt William Taylor nach einem Bericht von figaro.fr am Montag. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob Strauss-Kahn Kratzer oder DNA-Spuren des mutmaßlichen Opfers an sich trage, etwa unter den Fingernägeln.

Diashow Strauss-Kahn in Handschellen vorgeführt

Sex-Vorwurf gegen IWF-Chef

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Der IWF-Chef steht unter Verdacht, ein Zimmermädchen in New York sexuell angegriffen zu haben. Die 32-Jährige habe den Franzosen bei einer Gegenüberstellung auf einer Wache in Manhattan erkannt, berichtete die Zeitung "New York Daily News" am Sonntag (Ortszeit). Zu den Vorwürfen gegen Strauss-Kahn zählen nach Medienberichten neben versuchter Vergewaltigung auch Freiheitsberaubung.



Bestürzung in Frankreich
In Frankreich haben die Bilder des Mannes in Handschellen, der als möglicher Nachfolger von Präsident Nicolas Sarkozy galt, Bestürzung bei seinen Anhängern ausgelöst. "Ich hatte Tränen in den Augen", sagte der sozialistische Abgeordnete Manuel Valls dem Sender RTL. "Die Bilder waren unerträglich grausam", fügte er hinzu. Inzwischen sind im Internet erste Verschwörungstheorien aufgetaucht.

Verschwörungstheorien
Selbst eine französische Ministerin räumte ein, dass Franzosen leicht einen Komplott vermuten. "Ich bin von einer internationalen Verschwörung überzeugt", sagte die sozialistische Politikerin Michèle Sabban. "Dies ist eine neue Form eines politischen Attentats." Ex-Ministerin Christine Boutin sprach von einer "Falle", die Strauss-Kahn gestellt worden sei - "entweder vom IWF, von den französischen Rechten oder den französischen Linken", mutmaßte sie. Einer von Strauss-Kahns Anwälten sprach von einer möglichen "Provokation".

Die Information, dass ausgerechnet ein junger Anhänger der französischen Regierungspartei UMP die Nachricht als erster über Twitter verbreitet hatte, nährte die Komplott-Theorien. Die Affäre wurde zudem sehr früh von dem früheren Wahlkampfchef von Präsident Nicolas Sarkozy, Arnaud Dassier, aufgegriffen.

Le Pen: "Jeder wusste von seiner Schwäche"

Die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, zeigt sich über die Anklage gegen den Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung nicht überrascht. "Jeder wusste über die sexuelle Schwäche Strauss-Kahns, doch in politischen und journalistischen Kreisen herrschte eine Art von Schweigeverbot", sagte Le Pen im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" (Montagausgabe).

"Jeder wusste, dass er an einer Schwäche, an einer sexuellen Pathologie leidet, die mit jener (des italienischen Premiers Silvio) Berlusconis verglichen werden kann. Es hat bereits viele Berichte über sexuelle Belästigungen gegeben, auch seitens einiger Journalistinnen. Ich begreife nicht, warum (Frankreichs Präsident Nicolas) Sarkozy ihn für die Führung des IWF nominiert hat und somit Frankreichs Ruf in den internationalen Institutionen ruiniert hat", so Le Pen.

Laut der Politikerin sollte Strauss-Kahn auf den IWF-Chefposten verzichten. "Schon 2008 war er in einen Sexskandal geraten. Diesmal sind die Vorwürfe noch erschütternder. Es ist wirklich unglaublich, dass die Sozialisten eine Person dieser Art für die Führung des Landes kandidiert haben", sagte die Front National-Chefin.

Ungereimtheiten
Manche Kommentatoren weisen auf Ungereimtheiten in dem bisher bekannten Ablauf der Ereignisse hin: Was hatte DSK in New York zu tun? Warum übernachtet er in einem teuren Hotel, obwohl ihm eine Wohnung in Manhattan zur Verfügung steht? Warum kommt ein Zimmermädchen in sein Zimmer, obwohl er noch nicht abgereist ist? Warum weiß die US-Presse so schnell so viele Details, noch bevor es eine Anklage gibt? Die Zeitung "Le Parisien" merkt an, dass die Zimmernummer der Luxus-Suite - 2806 - dem Datum der parteiinternen Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur entspricht. Wie der französische Radiosender rmc berichtet, soll Strauss-Kahn ein Alibi haben: Er sei mit seiner Tochter zum Mittagessen verabredet gewesen. Eine Stunde vor dem angeblichen Vergewaltigungsversuch habe er aus dem Luxushotel ausgecheckt. Noch heute soll entschieden werden, ob der Top-Banker enthaftet wird.

Jetzt droht auch Klage in Frankreich
Unterdessen droht dem 62-Jährigen auch in Frankreich eine Klage wegen ähnlicher Vorwürfe. "Wir planen eine Klage", sagte der Anwalt von Tristane Banon, die nach eigener Darstellung 2002 von Strauss-Kahn sexuell belästigt wurde. Die 31-jährige Journalistin hatte schon 2007 in einer Fernsehsendung von dem Vorfall berichtet. Damals war der Name des IWF-Chefs durch einen Piepton unkenntlich gemacht worden. Ein Jahr später hatte Banon einer Website jedoch bestätigt, dass es sich um Strauss-Kahn handelte.

   Als Gast in einer Fernseh-Talkshow hatte Banon 2007 berichtet, wie sie von einem hochrangigen Politiker im Jahr 2002 unter dem Vorwand, er wolle ihr ein Interview gewähren, in ein fast leeres Appartement gelockt wurde. Der Politiker, den die Journalistin damals als "brünftigen Schimpansen" betitelte, habe während des Gesprächs ihre Hand ergriffen und gesagt, er könne nur sprechen, wenn sie seine Hand halte. Dann sei seine Hand ihren Arm hochgewandert und darüber hinaus gegangen. "Es endete sehr wild - als ich ihm ganz klar 'Nein, Nein!' sagte - und wir schließlich auf dem Fußboden miteinander rangen", schilderte Banon 2007. Sie habe den Politiker getreten, während er versuchte, ihren BH und ihre Jeans zu öffnen. Schließlich sei ihr die Flucht gelungen.

Alles weiteren Informationen zu dem Vorfall auf Seite 2!

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