Streit um Vornamen

Finnland

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Streit um Vornamen "Axl" endete vor Gericht

Axl ist nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte weder ein lächerlicher noch ein besonders merkwürdiger Vorname und somit keine Zumutung für ein Kind. Mit dieser Feststellung gaben die Richter am Donnerstag einem finnischen Paar Recht, das seinen heute acht Jahre alten Sohn "Axl" - und nicht Axel - nennen wollte. Die Regierung in Helsinki wurde angewiesen, den 37 und 40 Jahre alten Klägern 2.000 Euro Schadenersatz zu zahlen.

"Finnische Namenspraxis"
Die finnischen Behörden hatten "Axl" mit der Begründung abgelehnt, diese Schreibweise entspreche nicht der finnischen Namenspraxis. Es gebe auch keine besonderen Umstände - etwa die Bindung der Eltern zu einem anderen Land - die diese Wahl rechtfertigen würden. Das Paar ging in Finnland bis vor das oberste Verwaltungsgericht - vergeblich.

Recht auf "Schutz der Familie"
Nach Ansicht der Straßburger Richter verstießen die finnischen Behörden gegen das Recht auf Schutz der Familie. Der Bub werde im Familienkreis seit seiner Geburt Axl genannt, ohne dass ihm dies Schaden zugefügt habe, heißt es in dem Urteil. Im übrigen sei der Name auf Finnisch gut auszusprechen und werde auch in anderen Ländern verwendet.

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