Taifun verwüstet Japan und Taiwan

Mit 126km/h

 

Taifun verwüstet Japan und Taiwan

Bei heftigen Stürmen und Regenfällen sind in Asien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In Kobe auf der japanischen Hauptinsel Honshu ertranken nach Behördenangaben am Montag in einem über die Ufer getretenen Fluss eine Frau und ihre drei Kinder. Insgesamt 70.000 Menschen mussten sich im Westen des Landes auf Anweisung der Behörden vor drohenden Überschwemmungen in Sicherheit bringen. Auslöser für die schweren Regenfälle waren Ausläufer des Taifuns "Fung Wong", der über Taiwan und die Philippinen hinwegfegte und anschließend Kurs auf China nahm.

In Kobe verwandelte sich der Fluss Togagawa binnen Minuten in einen reißenden Strom und riss eine 29-jährige Frau sowie ihre drei Kinder mit sich, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Die Familie ertrank in den Fluten. Drei weitere Menschen wurden aus dem Wasser gerettet. Im weiter nordöstlich gelegenen Kyoto mussten 20.000 Menschen auf Anweisung der Behörden ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Mehrere Straßen waren dort überschwemmt.

In Kanazawa ordneten die Behörden aus Sorge vor drohenden Überschwemmungen ebenfalls weitgehende Evakuierungen an. Rund 50.000 Menschen mussten in dem Ort am Japanischen Meer ihre Häuser verlassen, nachdem der Fluss Asano über die Ufer getreten war. Die Fluten bedrohten unter anderem die Jahrhundertalten Holzhäuser und Gärten in der historischen Altstadt.

Starke Regenfälle waren seit dem Wochenende über Japan niedergegangen. Weitere starke Schauer wurde nach Angaben des japanischen Wetterdienstes für Dienstag erwartet.

Fung Wong trifft auf Taiwan
Auf die Ostküste Taiwans traf Montag früh der Tropensturm "Fung Wong" mit heftigen Winden und Regenfällen. Im südöstlichen Bezirk Taitung starb ein 68-jähriger Mann, als er bei Sturm sein Dach reparieren wollte, wie die Feuerwehr mitteilte. Mindestens weitere sechs Menschen wurden in Taiwan verletzt.

Die Schulen und Büros in Taiwan blieben am Montag geschlossen. Der Sturm fegte zeitweise mit 119 km/h über die Insel und entwurzelte zahlreiche Bäume. Aus Sicherheitsgründen wurden alle nationalen sowie mehr als 50 internationale Flüge gestrichen. Der Zugverkehr wurde ebenfalls eingestellt, an der Börse des Landes ruhte der Handel. Die Fischer suchten Zuflucht in den Häfen. In den Küstenorten im Osten wurden die Bewohner wegen drohender Erdrutsche in Sicherheit gebracht. Die Behörden befürchteten Springfluten in insgesamt 425 Flüssen im Land. Mehr als 150.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Dem Wetterdienst zufolge schwächte der Taifun leicht ab, als er später am Montag die Meerenge zu China überquerte. Er nahm Kurs auf die Provinz Fujian im Südosten Chinas. Am Wochenende hatte "Fung Wong" bereits den Norden der Philippinen heimgesucht und dort Überschwemmungen sowie Erdrutsche ausgelöst. Drei Menschen galten am Montag noch als vermisst.

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