Teilerfolg für Naomi Campbell

Europäischer Gerichtshof

© Screenshot CNN

Teilerfolg für Naomi Campbell

Das britische Top-Modell Naomi Campbell hat vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte im Streit um Presse-Fotos von ihr einen Teilerfolg erzielt. Die Straßburger Richter rügten am Dienstag die Veröffentlichung heimlich aufgenommener Fotos durch das britische Boulevardblatt "The Daily Mirror" als Verstoß gegen das Recht auf den Schutz des Privatlebens.

"Daily Mirror" zu Recht verurteilt
Das Blatt sei daher in Großbritannien zu Recht verurteilt worden. Zugleich kritisierte das Straßburger Gericht aber die Höhe der gegen den "Daily Mirror" verhängten Zahlungsaufforderung als unverhältnismäßig hoch.

Drogensucht
Die Zeitung hatte im Februar 2001 über die Drogenabhängigkeit der heute 40-Jährigen berichtet. Dazu veröffentlichte das Blatt Fotos, die das Modell vor einem Londoner Zentrum für anonyme Drogenabhängige zeigten. Trotz einer Aufforderung der Anwälte Campbells, solche Veröffentlichungen zu unterlassen, erschienen in der Zeitung kurz darauf neue Berichte.

Kampf durch alle Instanzen
Campell ging daraufhin durch alle Instanzen der britischen Justiz - bis vor das Oberhaus. Das House of Lords gab ihr Recht. Es bestätigte auch, dass die Zeitung neben einer Geldstrafe von umgerechnet 4.100 Euro die vollen Gerichtskosten von fast 1,2 Millionen Euro zahlen müsse. Der Menschenrechtsgerichtshof kam in diesem Punkt zu einem anderen Schluss: Die Gerichtskosten seien so hoch gewesen, weil Campbell mit den Anwälten eine Sonderzahlung für den Fall eines Erfolgs ihrer Klage vereinbart hatte.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen