Terrorgefahr in Deutschland und Frankreich

Anschläge geplant

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Terrorgefahr in Deutschland und Frankreich

Portugiesische Luftfahrtbehörden haben nach Informationen aus Kreisen einen Funkspruch abgehört, bei dem ein Anschlag gegen den Eiffelturm angedroht wurde. "Es ist wahr, wir haben ein Gespräch abgehört, in dem Terroristen gestern den Eiffelturm bedroht haben", verlautete aus portugiesischen Kreisen am Freitag. "Unsere Luftwaffe hat die französischen Luftstreitkräfte über den Vorfall informiert", hieß es weiter.

Suche nach Urheber des Funkspruchs
Bei der Pariser Polizei war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtete in ihrer Freitagsausgabe, dass der Geheimdienst nach den Urhebern des Funkspruchs suche. Unter Berufung auf Polizeikreise berichtet das Blatt weiter, dass die portugiesischen Luftfahrtbehörden einen "vagem und wirren" Funkspruch vernommen hätten.

Der Eiffelturm in Paris ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt und zieht jährlich Millionen von Touristen an. Seit der Ermordung von vier französischen Touristen in Mauretanien im vergangenen Monat werden Drohungen gegen Paris und prominente Persönlichkeiten Medienberichten zufolge besonders ernst genommen.

Terrorgefahr in Deutschland
In Zusammenhang mit einer Anschlagsdrohung aus dem Libanon hat die Bundesanwaltschaft in Deutschland einem Magazinbericht zufolge ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein mutmaßlicher Extremist habe bei der deutschen Botschaft in Beirut angerufen und Attentate in der Bundesrepublik angekündigt, berichtete das Münchner Magazin "Focus" am Samstag im Voraus. Demnach verfolgte die libanesische Polizei den Anruf und nahm am Freitag den Syrer Mohammed N. fest.

Er habe ausgesagt, ein Team aus drei Männern - ein Deutsch-Türke, ein Saudi-Araber und ein Australier - halte sich im Auftrag einer Extremistenorganisation namens "Jihad Islami" in Deutschland auf. Angeblich wollten die Männer einen Anschlag auf das Justizministerium in Berlin oder andere Justizbehörden verüben, um die Verurteilung von Al-Kaida-Mitgliedern in Deutschland zu rächen. Sprengstoff befinde sich bereits im Land.

Die Aussagen des Mannes, der seit 2003 in Syrien Mitglied des Terrornetzwerks Al-Kaida sein solle, habe die libanesische Polizei als "insgesamt glaubhaft" bewertet. Mohammed N. war laut "Focus" bereits einmal nach der Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri Anfang 2005 verhaftet worden, die Ermittler in Verbindung mit der damaligen Ordnungsmacht im Libanon, Syrien, brachten. Das deutsche Bundeskriminalamt habe darauf hin gewiesen, dass für die Überprüfung seiner Glaubwürdigkeit weitere Informationen aus dem Libanon nötig seien, schrieb das Magazin.

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