US-Achtlinge stellen neuen Rekord auf

Alle 8 am Leben

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US-Achtlinge stellen neuen Rekord auf

Die am 26. Jänner in Kalifornien geborenen Achtlinge haben bereits einen Rekord aufgestellt: Die Frühchen sind die am längsten überlebenden Achtlinge der Welt. "Dies war eine sehr gute Woche für die Babys", zitierte die "Los Angeles Times" am Dienstag den Arzt Mandhir Gupta vom Kaiser Permanente Hospital in Bellflower. Die sechs Buben und zwei Mädchen sind dem Mediziner zufolge in einem stabilen Zustand, atmen ohne fremde Hilfe und trinken Muttermilch. Die kamen in der 30. Schwangerschaftswoche auf die Welt.

Weltweit bisher nur sechs Achtlingsgeburten
In den USA waren zuvor erst einmal Achtlinge geboren worden. Eines der Babys starb innerhalb einer Woche nach der Geburt im Bundesstaat Texas 1998. Weltweit sind nur sechs Achtlingsgeburten dokumentiert. In den meisten Fällen überlebten nur wenige oder keines der Kinder.

Die 33-jährige Kalifornierin Nadya Suleman ist nun mit Hilfe künstlicher Befruchtung Mutter von insgesamt 14 Kindern, das Älteste ist sieben Jahre alt. Die unverheiratete Frau, die bei ihren Eltern lebt, wurde von ihrer Sprecherin Joann Killeen als "intelligent" und "sehr glücklich" beschrieben. "Nadya ist sehr ausgeglichen und kompetent", sagte Killeen in einem Fernsehinterview. Sie prüfe derzeit zahlreiche Angebote für TV-Interviews.

Medien bieten Millionen
Nach US-Medienberichten wurde der Mutter bereits ein Millionenbetrag für eine Exklusiv-Geschichte geboten. Killeen zufolge wird die Frau mit Anfragen aus der ganzen Welt überhäuft. "Sie freut sich darauf, ihre Geschichte zu erzählen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen." Nach vierjähriger Ehe hatte sich Suleman im Jahr 2000 von ihrem Ehemann getrennt, vor der Geburt ihres ersten Kindes, das mit Hilfe eines Samenspenders gezeugt wurde. Sie war im vergangenen Jahr an einer Universität inskribiert, mit einem College-Abschluss als Kinderbetreuerin.

Heftige Debatte um künstliche Befruchtung
Die Entscheidung der sechsfachen Mutter, weitere acht Kinder zur Welt zu bringen, löste eine heftige Debatte über die ethischen Grundsätze der künstlichen Befruchtung aus. Die Mutter wurde in Blogs beschimpft, durch eine derart hohe Zahl von Embryonen ihr Leben und das Leben der Babys in Gefahr gebracht zu haben. Ihr wird finanzielle Unvernunft und den Ärzten Unverantwortlichkeit vorgeworfen.

"Sie ist ein guter Mensch, aber ein bisschen töricht", sagte Sulemans Mutter Angela. Die Entscheidung ihrer Tochter, so viele Kinder in die Welt zu setzen, sei "frustrierend", sagte die Großmutter der US-Zeitschrift "People". Sie liebe alle ihre Enkel, aber sie brauche dringend eine Ruhepause.

Die Achtlinge werden nach Angaben der Ärzte noch mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen müssen. Die Mutter, die sich von dem Kaiserschnitt erholt, könnte in Kürze entlassen werden.

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