Über 50 Aufständische in Afghanistan getötet

Gefechte

Über 50 Aufständische in Afghanistan getötet

Bei Kämpfen von Soldaten der NATO und der afghanischen Armee mit mutmaßlichen Taliban sind nach Angaben des Militärs und eines Provinzgouverneurs mehr als 50 Aufständische getötet worden. Wie die NATO-geführten Truppen am Donnerstag mitteilten, starben bei einem 14-stündigen Gefecht nahe des Dorfs Kabrak im Westen der südlichen Provinz Urusgan mehr als 30 Aufständische. Auf Seiten der von NATO-Flugzeugen unterstützten afghanischen Armee habe es nur einen Verletzten gegeben.

Polizeiposten angegriffen
In der westlichen Provinz Badghis wurden bei einem Angriff der Aufständischen auf einen Polizeiposten im Distrikt Bala-Murghab am Mittwoch 20 Taliban und vier Polizisten getötet, wie der Gouverneur Mohammed Ashraf Naziri der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Selbstmordattenäter
In der südlichen Provinz Ghazni sprengte sich laut Polizeianagben ein Selbstmordattenäter in der Nähe eines afghanischen Armeelasters in die Luft und verletzte einen afghanischen Soldaten schwer. In der nahe Kabul gelegenen Provinz Wardak, wo im Juli der deutsche Ingenieur Rudolf B. verschleppt worden war, starben drei Aufständische bei Kämpfen mit der afghanischen Armee.

Zwei Briten getötet
In der umkämpften Provinz Helmand im Süden des Landes kamen zwei britische Soldaten ums Leben, als ihr Geländewagen von der Straße abkam, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte. Am Mittwoch hatten rund 2500 Soldaten der NATO und der afghanischen Armee in Helmand eine neue Offensive gegen die Taliban gestartet. Die Regierung hat die Kontrolle über große Teile der Provinz verloren, in der mehr als die Hälfte des afghanischen Opiums angebaut wird.

Luftangriff im Süden
Bei einem Luftangriff der ISAF sind in Südafghanistan erneut mehrere Zivilisten getötet worden. Die ISAF teilte am Donnerstag mit: "Tragischerweise gab es gestern eine Anzahl ziviler Opfer als Folge der Kämpfe" in der Provinz Helmand. Die ISAF teilte weiter mit, ihre Soldaten seien im Distrikt Gereshk von einem Grundstück aus beschossen worden und hätten Luftunterstützung angefordert. "Die ISAF war sich über Zivilisten in der Nähe des Ziels nicht bewusst." Eine von der Schutztruppe nicht näher bezifferte Zahl Unbeteiligter sei bei dem Bombardement getötet worden. Der Vorfall werde untersucht.

Die vielen zivilen Opfer bei Operationen der ausländischen Truppen in Afghanistan sorgen in der Bevölkerung für zunehmenden Unmut. Der afghanische Präsident Hamid Karzai und die Vereinten Nationen haben die ISAF und die US-geführten Koalitionstruppen bereits mehrfach aufgefordert, mehr Vorsicht walten zu lassen.

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