Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme

Absturz in Amsterdam

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Unglücksjet hatte schon vorher technische Probleme

Nach dem Absturz einer türkischen Passagiermaschine bei Amsterdam mit neun Toten und 86 Verletzten halten immer mehr Luftfahrtexperten einen Ausfall der Triebwerke für wahrscheinlich. Allerdings blieb am Donnerstag zunächst unklar, was die konkrete Ursache für das Unglück gewesen sein könnte.

Fachleute waren intensiv mit der Auswertung der vom Stimmrekorder aufgezeichneten Cockpit-Gespräche beschäftigt. Zugleich ging die Untersuchung der Wrackteile der Boeing 737-800 weiter. Bei deren Absturz über einem Acker nahe des Flughafens Schiphol wurden am Mittwoch auch die beiden Piloten und ein Pilot in der Ausbildung getötet. Das Flugzeug zerbrach in drei Teile.

Es gibt auch Spekulationen, wonach der Maschine der Treibstoff ausgegangen sein könnte. Bestätigt wurde dies von offizieller Seite jedoch noch nicht. Auch ein technisches Problem ist im Bereich des Möglichen, einen entsprechenden Funkspruch gab es jedoch nicht.

Schon vor dem Unglück Probleme
Die Passagiermaschine der Turkish Airlines soll in der Woche vor dem Absturz technische Schwierigkeiten gehabt haben. Am 18. Februar habe es Probleme mit den Flaps gegeben, einer Auftriebshilfe an der Hinterseite der Flügel, berichteten türkische Medien am Donnerstag. Die Auftriebshilfen werden auch beim Start und bei der Landung benutzt.

Nachdem die Piloten auf Probleme hingewiesen hätten, sei an dem Flugzeug gearbeitet und ein Problem gelöst worden. Am Montag dieser Woche sollen Piloten einen Start mit der Boeing 737-800 abgebrochen haben, weil das Warnsystem Master Caution aufleuchtete. An der Maschine wurde danach erneut gearbeitet.

"Instabiler Landeanflug"
Experten der nationalen Einrichtung für Luftfahrtsicherheit gehen davon aus, dass die Maschine beim Landeanflug nicht genügend Leistung brachte. Denkbar sei ein Versagen der Triebwerke, aber auch ein "instabiler Landeanflug".

Beides könnte nach Angaben der niederländischen Pilotenvereinigung sowohl auf Fehler der Crew als auf technisches Versagen zurückzuführen sein. Derweil erklärte ein Sprecher der Turkish Airlines in Istanbul, der dritte Pilot im Cockpit habe ein Training erhalten. Olgay Özgür (29) sei aber bereits seit 2004 im Besitz einer Pilotenlizenz gewesen. Zuvor war spekuliert worden, dass er die Maschine geführt haben könnte.

Türken und US-Amerikaner unter den Toten
Bei dem Absturz sind fünf Türken und vier US-Amerikaner ums Leben gekommen. Das teilten die niederländischen Behörden am Donnerstagabend mit. Nachdem alle Angehörigen der insgesamt neun Todesopfer des Absturzes informiert worden seien, könne man nun auch deren Staatsangehörigkeit bekanntgeben, sagte ein Regierungsvertreter.

Nach US-Medienberichten waren an Bord der Unglücksmaschine auch vier Angestellte des amerikanischen Flugzeugbauers Boeing von Istanbul nach Amsterdam unterwegs. Ob es sich bei den vier toten Amerikanern um diese Boeing-Mitarbeiter handelt, blieb zunächst unklar. Unter den Toten sind auch die drei türkischen Piloten.

Die Maschine mit 134 Menschen an Bord befand sich gegen 10.30 Uhr im Anflug auf den Amsterdamer Flughafen Schiphol, als sie unweit der Landebahn sowie der stark befahrenen Autobahn A 9 über einem Acker abstürzte. Passagiere schilderten Szenen des Schreckens. Das Flugzeug sei ohne Vorwarnung "in den freien Fall" übergegangen.

Flugzeuge der Boeing-737-Familie sind seit den späten 60er Jahren weltweit im Einsatz. Die Boeing 737 ist für Kurz-und Mittelstrecken konstruiert.

Die erste Version, eine 737-100, startete im April 1967. Der Boeing 737-200 folgten die 737-300, -400, -500, -600, -700, -800 und -900. Sie unterscheiden sich in Länge und Reichweite.

Die jetzt verunglückte Boeing 737-800 bietet Platz für rund 190 Passagiere. Hauptkonkurrent für die 737 ist die A320-Familie des europäischen Flugzeugherstellers Airbus.

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