Versehentlich zwei Schüler angeschossen

Schule in Los Angeles

Versehentlich zwei Schüler angeschossen

In einer Schule in Los Angeles hat ein Unfall mit einer Schusswaffe zwischenzeitlich die Angst vor einem Amoklauf ausgelöst. Nach Angaben der Polizei löste sich am Dienstagvormittag (Ortszeit) versehentlich ein Schuss aus einer im Rucksack eines Schülers verstauten Waffe und verletzte zwei 15-jährige Schüler schwer. Der 17-jährige mutmaßliche Waffenbesitzer wurde festgenommen.

Medien berichteten zunächst von einer Schießerei in der 2.600 Schüler zählenden Gardena High School in einem Vorort von Los Angeles. Die Schulbehörde der US-Westküstenmetropole erklärte jedoch, der Schuss habe sich gelöst, als ein Schüler den Rucksack mit der Pistole abstellte. Nach Polizeiangaben löste sich ein einziger Schuss und verletzte zwei Schüler schwer. Es sei offenbar ein Versehen gewesen.

Bei den Verletzten handelte es sich um ein 15-jähriges Mädchen und einen gleichaltrigen Buben. Das Mädchen wurde von der Kugel im Kopf getroffen, der Bursche erlitt einen Nackenschuss, wie der Arzt Gail Anderson vom Universitätskrankenhaus in Los Angeles sagte. Das Mädchen sei operiert worden. Den Zustand beider Verletzter beschrieb der Arzt als ernst.

Großeinsatz der Polizei
Der Zwischenfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Das Schulgelände wurde abgeriegelt. Der Fernsehsender KTLA zeigte auf Livebildern, wie bewaffnete Polizisten Schüler aus einem Klassenzimmer heraus ließen. Einige der Teenager hatten erhobene Hände. Die Polizisten warfen sich dann auf einen der Schüler, drückten ihn zu Boden und legten ihm Handschellen an. Dann führten sie ihn ab.

Die Schule wurde für mehrere Stunden geschlossen. Schüler berichteten, der Zwischenfall habe Panik ausgelöst. "Alle duckten sich, alle hatten Panik", sagte eine Schülerin.

In den USA haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Amokläufe an Schulen und Universitäten ereignet. 1999 töteten zwei Schüler der Columbine High School in Littleton im US-Staat Colorado 13 Menschen und sich selbst. 2007 erschoss ein Student an einer Universität in Blackburg im Bundesstaat Virginia 32 Kommilitonen und Lehrer.

Der Vorfall in Los Angeles ereignete sich zehn Tage, nachdem ein 22-Jähriger in Tucson im US-Bundesstaat Arizona bei einer politischen Kundgebung der Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords um sich schoss und dabei sechs Menschen tötete und mehrere weitere verletzte. Giffords wurde durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt.
 

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