Vier Mafia-Mitglieder sollen lebenslang kriegen

Staatsanwaltschaft

 

Vier Mafia-Mitglieder sollen lebenslang kriegen

Die Staatsanwaltschaft der süditalienischen Stadt Reggio Calabria, Giuseppe Pignatone, hat für vier mutmaßliche Killer des Vizepräsidenten der süditalienischen Region Kalabrien, Francesco Fortugno, der im Oktober 2005 von der Mafia erschossen worden ist, lebenslängliche Haft gefordert. Über fünf weitere Mafiosi wurden Haftstrafen zwischen drei und sechs Jahren verhängt, berichteten italienische Medien.

Mafia-Clan-Mitglieder
Die neun verhafteten Kriminellen sind Mitglieder eines Mafia-Clans, der in Kalabrien sehr einflussreich ist. Zu ihnen zählt auch der 28-jährige Salvatore Ritorto, der laut den Ermittlern auf den Politiker geschossen hat.

Politiker erschossen
Der 54-jährige Fortugno, Spitzenpolitiker der oppositionellen Zentrumspartei "Margherita", war 2005 in der kalabresischen Stadt Locri von zwei maskierten Männern erschossen worden. Der Mord wurde als Warnung an die Politiker interpretiert, die Interessen der "'Ndrangheta", der Mafia in Kalabrien, bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen zu berücksichtigen.

Protestwellen
Fortugnos Tod hatte in Süditalien Wellen des Protests ausgelöst. Die Einwohner Locris hatten mehrere Protestkundgebungen organisiert. Der damalige Innenminister Giuseppe Pisanu hatte die Bevölkerung zu energischem Widerstand gegen den Druck des organisierten Verbrechens aufgerufen.

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