Weltuntergang beginnt am 21. Mai

Christlicher Prediger

Weltuntergang beginnt am 21. Mai

Der 89-jährige Harold Camping hat die Bibel analysiert - und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Welt am 21. Mai 2011 untergeht. An diesem Tag komme es zur "Entrückung" - gläubige Christen würden bei dieser Gelegenheit gerettet, alle anderen müssten auf der Erde bleiben und würden später in der Hölle enden.

Jesus Christus werde am Samstag wiederkehren und für alle Nichtgläubigen beginne der Weg in die Hölle, so Camping. Der Weltuntergang sei übrigens nicht mit einem Tag erledigt, er dauere bis zum 21. Oktober an. Einige Menschen bereiten sich bereits auf das nahende Ende der Welt vor - die Aktivisten der Apokalypse machen ihre Mitbürger an Straßenecken mit Plakaten und Aufklebern darauf aufmerksam.

Camping hat schon in seinem 1992 erschienenen Buch mit dem Titel "1994" behauptet, dass die "Entrückung" und damit der Weltuntergang am 1994 stattfinde. Er habe den genauen Tag berechnet, den 6. September. Passiert ist damals freilich gar nichts. Heute gibt er zu, sich damals verrechnet zu haben. Diesmal habe er sich allerdings nicht verrechnet. Vielmehr habe er ein mathematisches System gefunden, um die in der Bibel versteckten Prophezeiungen zu deuten.

So berechnete er den Weltuntergang
Camping erzählte dem "San Francisco Chronicle", wie er den Weltuntergang berechnet hat: Laut dem Prediger bedeute die Zahl 5 "Sühne", die Zahl 10 "Vollständigkeit" und die Zahl 17 "Himmel". Multipliziert man diese drei Zahlen, so ergibt das Ergebnis zum Quadrat 722.500. Oder, in Worten: Sühne mal Vollständigkeit mal Himmel zum Quadrat.

Damit nicht genug: "Christus starb am 1. April des Jahres 33. Die Differenz zum 1. April des Jahres 2011 sind 1.978 Jahre." Diese Zahl, 1978, müsse man mit 365,2422 Tagen multiplizieren. Warum? Das ist der Zeitraum zwischen zwei Tagundnachtgleichen.  Wenn man zu dem Ergebnis noch 51 dazurechne, komme man ebenfalls auf die Zahl 722.500! Zwischen dem 1. April und dem 21. Mai liegen 51 Tage, daher ergibt sich für den Zahlenfreak  das Ende der Welt mit dem 21. Mai 2011.

Was geschieht mit den Haustieren?
Angesichts des am Samstag drohenden "Weltuntergangs" haben sogar hunderte Gläubige ein US-Unternehmen dafür bezahlt, sich anschließend um ihre Haustiere zu kümmern. Die von Atheisten betriebene Firma Eternal Earth-Bound Pets verspricht gegen eine Zahlung von 135 Dollar (95 Euro), sich um Haustiere zu kümmern, deren Herrchen oder Frauchen in den Himmel gerufen werden. "Sie widmen Ihr Leben Jesus. Sie wissen, dass sie gerettet werden. Aber wenn Sie ins Paradies gerufen werden, was geschieht dann mit Ihrem Haustier?" Das implizite Versprechen der Firma ist, dass ihre Angestellten auf der Erde bleiben werden, da sie als Atheisten nicht in den Himmel kommen.

Aus Sicht der Firma ist das Angebot für sie ein lukratives Geschäft. "Wir machen das nur, wenn das Ende der Welt wirklich eintritt", erklärte der Firmengründer Bart Centre. "Wir rechnen daher kaum damit, am Samstag arbeiten zu müssen."
 

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