Zahlreiche Kältetote in Ungarn und Rumänien

Kältewelle

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Zahlreiche Kältetote in Ungarn und Rumänien

In Rumänien sind seit Ende Dezember 43 Menschen wegen der klirrenden Kälte gestorben. Eines der Opfer sei ein drei Monate altes Kleinkind gewesen, teilte Raed Arafat vom Gesundheitsministerium in Bukarest mit. Medienberichten zufolge waren viele der Kälte-Opfer Obdachlose. In Rumänien gibt es nur sehr wenig Notunterkünfte für Obdachlose. In den vergangenen Tagen waren die Temperaturen zeitweise unter minus 30 Grad gefallen.

Mehr als 10 Menschen in Ungarn erfroren
In Ungarn sind allein in der vergangenen Woche mehr als zehn Menschen in der eigenen Wohnung erfroren, weil sie ihre Heizkosten nicht bezahlen konnten. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Der sozialistische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany schlug am Samstag deshalb ein Gesetz vor, wonach Energieversorger säumigen Zahlern nicht den Hahn abdrehen dürfen, ohne vorher die kommunalen sozialen Einrichtungen darüber zu verständigen, damit diese den Betroffenen helfen können.

In Ungarn herrschen derzeit Tiefsttemperaturen von minus 20 Grad. Heizkosten können im Extremfall die Hälfte der Einkünfte eines Pensionisten ausmachen. Jeden erfrieren nach Schätzungen von Hilfsorganisationen 300 bis 400 Menschen, davon mehr als 80 Prozent in der eigenen Wohnung.

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