Zitronen-Aliens wollten Zeugen entführen

Briten öffnen Akten

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Zitronen-Aliens wollten Zeugen entführen

Aliens mit zitronenförmigen Köpfen, Laserstrahlen, UFOs und Entführungsversuche von Außerirdischen: Das britische Verteidigungsministerium hat erneut Akten zu angeblichen UFO-Sichtungen im Königreich veröffentlicht und damit Einblick in manche rätselhafte Geschichte gegeben.

800 Sichtungen
Die rund 800 archivierten Beobachtungen stammen aus der Zeit zwischen 1981 und 1996 und umfassen etwa 4000 Seiten. So berichten durchaus seriöse Menschen von angeblichen Beobachtungen unbekannter Flugobjekte oder von Begegnungen mit Außerirdischen. Bereits im Mai und Oktober vergangenen Jahres hatte das Verteidigungsministerium Einblick in UFO-Akten aus früheren Jahren gewährt.

Mehr als 70 Augenzeugen, darunter auch Polizisten und Armeeangehörige, wollen am 31. März 1993 in den Grafschaften Devon, Cornwall, Shropshire sowie im Süden von Wales ein großes, tief fliegendes Objekt gesehen haben, das einen tiefen summenden Ton von sich gab. In der Folge wurde häufig über einen Testflug eines US-Spionageflugzeugs spekuliert, was aber von der britischen Regierung stets zurückgewiesen wurde.

"Wir wollen, dass du mit uns kommst"
"Wir wollen, dass du mit uns kommst", sollen die Worte gewesen sein, die ein Alien mit einem zitronenförmigen Kopf im Jahr 1995 sprach. Zwei Buben hatten kurz vor Mitternacht an einem Tag im Mai an einem Feld in der Grafschaft Staffordshire haltgemacht, weil sie ein UFO zu sehen glaubten. Atemlos berichteten sie der Polizei von ihren Beobachtungen. "Beide erschienen aufgeregt und geschockt zu sein und es wurde zunehmend schwieriger, detaillierte Informationen von ihnen zu bekommen", notierte der Beamte. Erst zwei Tage später machte sich die Polizei zu der Stelle der angeblichen UFO-Sichtung auf, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen.

Feurige Laserstrahlen abgefeuert
Eine weiterer dieser rätselhaften Fälle soll sich an einem Friedhof in der Grafschaft Cheshire ereignet haben. Ein Jugendlicher will gesehen haben, wie ein UFO über den Gräbern schwebte und dann feurige Laserstrahlen abfeuerte. Der junge Mann, laut Aufzeichnungen der Polizei aus dem Jahr 1996 ein vernünftiger Zeitgenosse, berichtete von einem hellen gelben Licht, das die Ausmaße eines zweistöckigen Gebäudes hatte. Später fand die Polizei an besagter Stelle glühende Bahnschwellen, obwohl es keine Spuren eines Brandbeschleunigers gab.

Zwei Jahre zuvor wollen zwei Nachtschwärmer am Rande eines Musikfestivals in der südenglischen Grafschaft Somerset ein UFO gesehen haben, das scheinbar aus dem Nichts kam und mit gelben, roten und grünen Lichtzeichen mit ihnen zu kommunizieren schien. Als sie später von den Ermittlern befragt wurden, fertigten sie übereinstimmende Skizzen an.

"Independence Day" verursachte Anstieg
Konjunktur hatten die UFO-Sichtungen im Jahr 1996. Experten führen den Anstieg von 117 im Jahr 1995 auf 609 im Folgejahr auf zwei Ereignisse zurück. Einerseits kam der Hollywood-Science-Fiction "Independence Day" in die Kinos, in dem Außerirdische die Erde überfallen und erst im letzten Moment von der Menschheit besiegt werden können. Zudem erfreute sich die Mystery-Serie "Akte X" zunehmender Beliebtheit.

Journalistik-Dozent David Clarke von der Universität in Sheffield meinte dazu: "Es liegt auf der Hand, dass es einen Zusammenhang zwischen Zeitungsartikeln, TV-Programmen oder Alien-Filmen und der Zahl der UFO-Sichtungen gibt, die dem Verteidigungsministerium mitgeteilt werden."

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