Zwei Frauen verbrannten im Heißluftballon

Explosion

© AP Photo/Don Randall

Zwei Frauen verbrannten im Heißluftballon

Bei der Explosion eines Heißluftballons haben sich im Westen Kanadas dramatische Szenen abgespielt: Eine Frau und ihre erwachsene Tochter verbrannten vor den Augen ihrer Angehörigen, verzweifelte Passagiere in brennender Kleidung stürzten sich in die Tiefe. Elf Menschen wurden bei dem Unfall am Freitagabend in Surrey in der Provinz British Columbia schwer verletzt.

Funken am Start
Der Ballon fing während der Startvorbreitungen Feuer, als sich bereits zwölf Passagiere und der Pilot im Korb befanden. Ein Mitarbeiter der Betreiberfirma Fantasy Balloon Charters erklärte, drei Mitfahrer hätten sich nicht rechtzeitig aus dem Korb retten können, der plötzlich in die Luft aufstieg.

"Eine Person sprang aus gewaltiger Höhe in die Tiefe, zwei Stockwerke oder mehr", so der Mann. Die Mutter und ihre Tochter seien nicht gesprungen. Zwei Verwandte hätten es dagegen rechtzeitig geschafft, sich aus dem aufsteigenden Ballon zu retten.

Alles mitangesehen
"Es ist tragisch. Sie mussten es mit ansehen", sagte ein Polizeisprecher über die Angehörigen. Eine der Überlebenden, Diana Rutledge, sprach im Krankenhaus mit Journalisten. Sie brach sich beide Knöchel, beide Fersen und mehrere Rippen, als sie rund 15 Meter in die Tiefe sprang. Sie sei gestürzt, wo "überall Trümmer herumflogen und ich konnte nicht aufstehen".

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Ein Ermittler der Verkehrssicherheitsbehörde sagte, der Pilot habe die Passagiere aufgefordert, den Korb schnell zu verlassen. "Der Heißluftballon war zunächst noch befestigt, löste sich dann aber und stieg in die Luft", erklärte er. Nachdem es den meisten Passagieren gelungen war, aus dem Korb zu springen, explodierte er plötzlich, schoss regelrecht in die Luft und stürzte dann ab.

Die Gastanks des Ballons flogen ebenfalls durch die Luft und landeten in dem Park, wo sie drei Wohnwagen und mehrere Autos in Brand setzten. Dabei wurde niemand verletzt. Der Heißluftballon war einer von mehreren, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Einsatz waren. Bei einem ähnlichen Zwischenfall waren in diesem Monat in der Provinz Manitoba zwölf Menschen verletzt worden.

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