30 Tote bei US-Raketenangriff in Pakistan

Angriffe

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30 Tote bei US-Raketenangriff in Pakistan

Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff in Pakistan sind nach Augenzeugenberichten 30 Menschen getötet worden. Die Raketen sollen im Bezirk Kurram in der Grenzregion zu Afghanistan ein Haus zerstört haben, das von einem örtlichen Taliban-Führer genutzt wurde. Ein Anwohner sagte, vor dem Einschlag seien Drohnen im Himmel zu sehen gewesen. Die US-Streitkräfte haben seit August vergangenen Jahres wiederholt Angriffe gegen Taliban-Stützpunkte in der Region geflogen.

Scharfe Kritik an USA
Erst am Samstag wurden pakistanischen Geheimdienstkreisen zufolge bei einem Angriff 27 militante Islamisten getötet. Pakistan hat mit Verweis auf die hohe Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung scharf gegen die US-Angriffe protestiert.

Im Swat-Tal riefen Extremisten unterdessen eine zehntägige Feuerpause im Kampf gegen pakistanische Truppen aus. Sie griffen damit einem für Montag erwarteten Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung vor. Die USA haben die Bemühungen um eine Vereinbarung mit den islamischen Extremisten kritisiert.

Zwei Taliban-Anführer in Afghanistan getötet
US-geführte Koalitionstruppen haben im Westen Afghanistans nach eigenen Angaben zwei hochrangige Anführer der Taliban und mindestens acht weitere Aufständische getötet.

Die US-Armee teilte am Montag mit, bei einem Präzisions-Luftangriff in der Nacht zuvor seien der Anführer der Taliban in der Provinz Badghis, Mullah Dastagir, und acht seiner Mitkämpfer getötet worden.

Das in einem Dorf nahe der turkmenischen Grenze gelegene Gebäude, in dem sich die Extremisten aufgehalten hätten, sei zerstört worden, hieß es weiter. Dastagir sei verantwortlich für die Zunahme der Gewalt in Badghis in den vergangenen Monaten. "Er war wie der Schatten-Gouverneur von Badghis", sagte der ehemalige Polizeichef der Provinz, Mohammad Ayub Nizyar.

Die US-Armee teilte weiter mit, Soldaten der Koalition und der afghanischen Armee hätten in der westafghanischen Provinz Farah einen weiteren "bekannten hochrangigen Taliban-Kommandanten" getötet, der nicht namentlich genannt wurde. Der Aufständische habe auf die Soldaten gezielt und sei erschossen worden. In der südafghanischen Provinz Helmand hätten Koalitionssoldaten und afghanische Polizisten einen mutmaßlichen Bombenbauer gefangen genommen und Material zum Bau von Sprengsätzen sichergestellt.

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