Ahmadinejad-Verbündeter getötet

Attentat im Iran

Ahmadinejad-Verbündeter getötet

Im Iran ist ein Verbündeter von Präsident Mahmoud Ahmadinejad bei einem Attentat getötet worden. Wie die halbstaatlichte Nachrichtenagentur Fars am Sonntag meldete, wurde der Geistliche Borhan Aali am späten Samstagabend in seinem Haus in der Stadt Sanandai im Westen des Landes ermordet. Dem staatlichen Radiosender zufolge wurden mehrere Schüsse auf Aali abgegeben.

Der Gouverneur der vornehmlich von sunnitischen Kurden bewohnten Provinz Kurdistan, Mohammad-Taki Heidari, vermutet nach eigener Aussage eine extremistische sunnitische Gruppe hinter dem Attentat. Der Iran wird von Schiiten dominiert, die meisten Kurden sind sunnitische Muslime. Aali, der in Sanandai oftmals die Predigt zum traditionellen Freitagsgebet hielt, hatte sich im Streit um die Präsidentenwahlen im Juni klar hinter Amtsinhaber Ahmadinejad gestellt.

In der Provinz Kurdistan kommt es häufiger zu Kämpfen zwischen kurdischen Rebellen und iranischen Sicherheitskräften. In der Islamischen Republik gibt es wie in den Nachbarländern Türkei und Irak eine große kurdische Minderheit. Das Land ist nach den Präsidentenwahlen und den Protesten von Regimegegnern im Juni in seine schwerste politische Krise seit der islamischen Revolution vor 30 Jahren gestürzt.

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