Ahmadinejad will Israel nach Alaska verlegen

Naher Osten

© Reuters

Ahmadinejad will Israel nach Alaska verlegen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat ein weiteres Mal die "Verlegung" des gesamten Staates Israel vom Nahen Osten nach Nordamerika gefordert. "Kanada und Alaska haben derart große Landschaften, warum können die Israelis nicht einfach dorthin umgesiedelt werden und sich dort mit den jährlichen Zuwendungen von 30 bis 40 Milliarden Dollar eine neue Existenz aufbauen", sagte Ahmadinejad am Freitag bei einer anti-israelischen Demonstration in Teheran.

Vor zwei Jahren sollte Israel nach Österreich verlegt werden
Der iranische Staatschef hatte schon vor zwei Jahren einen ähnlichen Vorschlag zur "Entfernung des Staates Israel aus der islamischen Welt" unterbreitet. Unter anderem hatte er gefordert, den neuen israelischen Staat auf deutschem oder österreichischem Boden zu errichten. Im Rahmen der anti-israelischen Demonstrationen am Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag), dem letzten Tag des Fastenmonats Ramadan, stellte Ahmadinejad neuerlich das Ausmaß des Holocaust in Frage. Der Iran "betrachtet Hitler und die Henker des Zweiten Weltkriegs als schwarze und dunkle Gestalten", sagte er. "Aber die iranische Nation hat eine Frage, und so lange es darauf keine klare und vernünftige Antwort gibt, wird sie bestehen bleiben."

Will Palästina befreien
Ahmadinejad bekräftigte den fortwährenden Widerstand seines Landes gegen Israel "bis zur Befreiung von ganz Palästina". "Das iranische Volk und andere Völker werden nicht eher ruhen, bis das gesamte palästinensische Territorium befreit ist", sagte er in einer am Freitag im staatlichen Rundfunk ausgestrahlten Rede. An diesem Tag demonstrieren die Iraner ihre Solidarität mit den Palästinensern. Die Welt solle nicht glauben, dass der Iran oder andere Länder "ihre Hände von der Kehle der Zionisten und ihrer Anhänger nehmen", sagte Ahmadinejad. Zehntausende Iraner marschierten durch die Straßen der Hauptstadt und skandierten "Tod für Israel".

Keine Verhandlungen über Atomprogramm
Ahmadinejad schloss auch jegliche Verhandlungen über das "Recht auf Atomkraft" seines Landes aus. "Das iranische Volk ist nicht dazu bereit, am Tisch zu sitzen und über seine absoluten nuklearen Rechte zu diskutieren", sagte er. Frankreich hatte wegen des umstrittenen Atomprogramms jüngst die Europäische Union (EU) zu weiteren Sanktionen gegen den Iran aufgefordert. Die Vereinten Nationen räumten Teheran vergangene Woche eine neue Frist bis November ein, um sein Programm zur Urananreicherung auszusetzen.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen