Al Kaida-Vize verspottet Bush

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Al Kaida-Vize verspottet Bush

In dem am Montag auf einer Internetseite veröffentlichten Film machte sich die Nummer zwei des Extremistennetzwerks über die US-Pläne lustig, mehr Soldaten in den Irak zu senden. "Warum nur 20.000 schicken? Warum nicht 50.000 oder 100.000?", fragte Zawahiri. US-Präsident George W. Bush solle die gesamte US-Armee schicken; die Mujaheddin seien in der Lage, zehn Armeen zu vernichten. In Afghanistan hätten es die USA nicht geschafft, die Taliban aus ihren Zufluchtorten zu vertreiben und die Nato um Hilfe bitten müssen.

Die Videobotschaft Zawahiris wurden auf der Internetseite des in den USA ansässigen Site Institutes veröffentlicht. Die Organisation überwacht und analysiert militante Netzwerke. Dem Institut zufolge erschien die Botschaft auf einem Multimediakanal der Al-Kaida, der von Site überwacht wird.

Eine der Al-Kaida nahestehende Gruppe irakischer Sunniten erklärte sich indes für den Absturz eines US-Hubschraubers mit zwölf Toten verantwortlich. Den Löwen des Islamischen Staats im Irak sei es gelungen, den Helikopter vom Typ "Black Hawk" zu Fall zu bringen, hieß es auf einer islamistischen Website.

Kein Ende der Gewalt
Bei Bombenanschlägen in Bagdad kamen am Dienstag mindestens fünf Menschen ums Leben. Die Explosion eines Sprengsatzes im schiitischen Stadtteil Karradah tötete vier Iraker, darunter einen sieben Jahre alten Buben. Ein Zivilist verlor bei einem Attentat nahe des Finanzministeriums das Leben, wie die Polizei mitteilte. Die US-Streitkräfte meldeten zudem den Tod von zwei weiteren Soldaten. Im nordirakischen Mossul kamen drei Personen ums Leben. US-Streitkräfte und irakische Truppen lieferten sich mit Unterstützung aus der Luft in der Altstadt Bagdads Kämpfe mit Aufständischen.

Amerikanische und irakische Truppen haben in den vergangenen Wochen 600 schiitische Kämpfer und 16 schiitische Milizführer sowie 33 führende sunnitische Aufständische festgenommen, wie das US-Militär am Montag mitteilte. Seit dem 8. Dezember gab es demnach 52 Operationen gegen die Mahdi-Miliz des radikalen Predigers Muqtada (Muktada) al-Sadr und 42 Einsätze gegen sunnitische Extremisten. Die Mahdi-Miliz wird für zahlreiche Angriffe in Bagdad verantwortlich gemacht.

Widerstand in eigener Partei
Nicht nur in den Reihen der Demokraten, auch bei den Republikanern formiert sich in den USA der Widerstand gegen die neue Irak-Strategie von Bush. Drei Senatoren aus Bushs Partei kündigten am Montag in Washington an, eine Resolution im Oberhaus einzubringen, in der die Entsendung zusätzlicher Truppen in den Irak scharf kritisiert wird.

In der von den Senatoren John Warner, Susan Collins und Norm Coleman vorgestellten Resolution heißt es, der Senat fordere den Präsidenten auf, die anvisierten Ziele im Irak ohne die geplante Entsendung von 21.500 zusätzlichen Soldaten zu erreichen. Die Demokraten hatten in der vergangenen Woche einen Resolutionsentwurf vorgestellt, in dem die Truppenaufstockung als "Verstoß gegen nationale Interessen" bezeichnet wird. Die Ankündigung der Republikaner kommt kurz bevor Bush in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation vor beiden Häusern des Kongresses um Zustimmung für seine Pläne für die nächsten zwölf Monate werben will.

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