Angler sollen Fang in Brüssel melden

Bürokratie-Wahn

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Angler sollen Fang in Brüssel melden

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass ein Fangregister künftig für alle Arten von Fischfang gelten soll. Demnach müsse auch jeder Hobby-Angler an einem Gewässer innerhalb der EU seinen Fang registrieren lassen. Ziel der EU-Kommission sei es, einen Überblick über die Fischbestände in ihrem Gebiet zu haben. Wer dabei gegen die Fischereiregeln vestoße, werde sogar mit Punkten bestraft.

Österreichs Hobby-Angler brauchen sich jedoch nicht vor einem von der EU-Kommission geplanten Fangregister fürchten. Dieses Register soll nämlich nur für Hochseefischerei gelten, nicht aber wie kolportiert auch für das Angeln von Karpfen oder Forellen durch Hobbyfischer. Bei der Sitzung der EU-Agrar- und Fischereiminister Anfang der Woche hieß es, dass nicht einmal die Küstenfischerei von einer gemeinsamen großen Datenbank erfasst werde.

Die EU betreibt die weltweit drittgrößte Fischwirtschaft. Die EU-Länder haben sich zwar auf Regeln geeinigt, wer in welchen Gewässern zu welcher Zeit welche Bestände fischen darf und eine Fischereiaufsichtsagentur gegründet, was besonders für die Hochseefischerei wichtig ist. Offensichtlich reicht das aber nicht aus, um die Gewässer vor Überfischung zu schützen und Übeltäter ausfindig zu machen. Und so verfielen die Beamten auf die Idee der gigantischen Datenbank.

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