Argentiniens Ex-Präsident des Totschlags angeklagt

Unruhen 2001

Argentiniens Ex-Präsident des Totschlags angeklagt

Der frühere argentinische Präsident Fernando de la Rua (70) ist wegen der Todesopfer bei Unruhen kurz vor seinem Rücktritt Ende 2001 wegen Totschlags und Körperverletzung angeklagt worden. Das berichteten nationale Medien am Dienstag.

Der 1999 gewählte Staatschef hatte sein Amt am 20. Dezember 2001 inmitten schwerer Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten niedergelegt. Bei den Unruhen tötete die Polizei binnen weniger Tage mindestens 30 Demonstranten und Plünderer.

Der zuständige Bundesrichter Claudio Bonadío sah von einer Inhaftierung de la Ruas ab, setzte nach Informationen der Justiz jedoch eine Kaution von 20 Millionen Pesos (4,5 Millionen Euro) fest. Im Falle einer Verurteilung droht dem Politiker der Radikalen Bürgerunion (UCR) eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

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