Arnie brennt der Hut

Feuer und Wirtschaft

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Arnie brennt der Hut

Der TV-Auftritt in der US-Pressestunde "Meet the Press“ hätte für Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger die neuerliche Chance zur Profilierung als US-Politstar sein können: Vor allem wollte er den Klimaschutz zum Top-Thema des Wahlkampfes zwischen Barack Obama und John McCain machen.

Knallharte Fragen
Doch NBC-Starreporter Tom Brokaw überraschte Arnie mit knallharten Fragen. "Ausmisten" hatte er 2003 nach seinem Wahltriumph versprochen, erinnerte Brokaw, Speerspitze der Arnie-Kritiker. Doch jetzt schlittere der Staat immer rasanter in die Wirtschaftskrise. "Wären Sie der Boss einer Firma, hätten sie die Aktionäre wohl längst gefeuert!", wetterte Brockaw. Kleinlaut verteidigte der sonst selbstbewusste Starpolitiker seine Bilanz.

Doch die Zahlen sind bedrückend: Nachdem Arnies Amtsvorgänger Gray Davis wegen eines Budgetdefizits von 34 Milliarden Dollar "abgesetzt“ worden war, fehlen Arnie nun selbst rund 15 Milliarden in der Staatskasse. Durch die schlimmste Immobilienkrise seit der Weltwirtschaftskrise 1928 stottert die Industrie. Die Arbeitslosenrate schnellte auf 6,8 Prozent. Tiefe Einschnitte im Sozial- und Bildungsbereich ließen Arnies Popularität in der Bevölkerung von 60 auf zuletzt bloß 41 Prozent abstürzen.

Punkten kann Arnie nur beim Klimaschutz: Zuletzt schlug er die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf das Niveau von 1990 vor. Doch wie weit Arnies couragierte Klimapläne in Zeiten von Rezessionsängsten durchzusetzen sind, bleibt abzuwarten. Viele Kalifornier geben Arnie keine Chance.

Das sind Arnies größte Probleme

1) Durch fallende Steuereinnahmen wegen der stotternden Wirtschaft klafft ein Budgetloch von 15 Milliarden Dollar.

2) Arnie lehnt als Republikaner Steuererhöhungen ab. Im Schulbudget will er trotz Demos 4,8 Milliarden streichen.

3) Mit 6,8 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Kalifornien eine der höchsten in den einzelnen US-Bundesstaaten.

4) Die unheimliche Serie verheerender Waldbrände verschlingt Dutzende Millionen für die Feuerwehreinsätze.

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