Autobombe im Osten von Algerien detoniert

30 Tote

© EPA

Autobombe im Osten von Algerien detoniert

Bei dem Anschlag auf eine Marine-Kaserne in Algerien sind am Samstag jüngsten Angaben zufolge mindestens 30 Menschen getötet worden. Rund 60 Menschen seien verletzt worden, als der Attentäter mit einem Wagen auf das Gelände der Kaserne in der Unruhe-Region Kabylei gefahren sei, sagten Medziner der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war von mindestens 17 Toten und mehr als 30 Verletzten die Rede gewesen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Bereits am Donnerstag Selbstmordattentat
Erst am Donnerstag hatte ein Selbstmordattentat in Ostalgerien rund 22 Menschen das Leben gekostet. Außerdem wurden mehr als 100 Menschen verletzt. Auch zu diesem Anschlag, der vermutlich gegen den algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika gerichtet war, bekannte sich bisher niemand. Der Attentäter hatte sich in einer Menschenmenge in die Luft gesprengt, die in dem Ort Batna auf die Ankunft des Präsidenten wartete. Der Staatschef warf Islamisten vor, hinter der Tat zu stecken, was erste Ermittlungen zu bestätigen schienen.

Terroranschläge seit vielen Jahren
Algerien wird seit vielen Jahren von Terroranschlägen islamischer Fanatiker heimgesucht. Auslöser war das Verbot der Islamistenpartei FIS 1992, nachdem sich ein Sieg der Partei bei den Parlamentswahlen abgezeichnet hatte. Das Parlament wurde damals aufgelöst und die meisten Islamisten gingen in den Untergrund, um sich dem bewaffneten Kampf anzuschließen. Schätzungen zufolge kamen in den vergangenen 15 Jahren bis zu 200.000 Menschen in Algerien durch politisch motivierte Gewalt ums Leben.

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