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Blutig geschlagen

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Berlusconi kann kaum etwas essen

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der am Sonntagabend nach einem tätlichen Angriff bei einer Parteiveranstaltung in Mailand im Gesicht verletzt wurde, hat mit starken Kopfschmerzen die Nacht in der Mailänder San Raffaele-Klinik verbracht.

Halber Liter Blut
Wegen seiner Gesichtsverletzungen - ihm wurden zwei Zähne ausgeschlagen und die Nasen gebrochen - kann sich Berlusconi nur schwer ernähren und bleibt deswegen vorübergehend im Krankenhaus. Eine Operation konnte vermieden werden, allerdings verlor er einen halben Liter Blut.

"Trotzdem hat er heute Morgen wie üblich nach den Zeitungen und der Presseschau gefragt", berichtete Berlusconis Sprecher Paolo Bonaiuti im Gespräch mit der vom TV-Sender "Canale 5" gesendeten Talk Show "Mattino 5" am Montag.

"Berlusconi hat niemals das Bewusstsein verloren. Vom psychologischen Standpunkt ist er durch den Besuch von Freunden und Angehörigen aufgeheitert worden. Er selber hat seine Kinder beruhigt, die sehr besorgt waren. Jetzt ist er ruhig, aber wegen des Vorkommnisses sehr verbittert", berichtete der Arzt.

Nasenbein gebrochen, zwei Zähne kaputt
Ein vermutlich psychisch kranker Mann hatte Berlusconi ein Souvenirmodell des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen. Dabei wurde das Nasenbein des 73-Jährigen angebrochen und zwei seiner Zähne beschädigt. Eine Unterlippenverletzung musste zugenäht werden. Der Angreifer wurde verhaftet.

Der 42-jährige Massimo T. verbrachte die Nacht unter Aufsicht in einer Zelle der Mailänder Strafanstalt San Vittore. Der Mann, der wegen psychischer Probleme in der Mailänder Poliklinik Behandlung stand, wurde am Sonntagabend lang vom Anti-Terrorismus-Staatsanwalt Armando Spataro verhört. Ihm wird vorsätzliche, schwere Körperverletzung vorgeworfen. T., der in der Firma seines Vaters als Grafiker arbeitete, hatte auch einen ätzenden Selbstverteidigungsspray eingesteckt. Der Vater des Angreifers, Alessandro T., rief am Sonntagabend in der Klinik an, in der Berlusconi behandelt wird. Er erklärte sich über die Geste seines Sohnes "konsterniert".

Polizei bewacht Klinik
Vor der Klinik wurde am Montag ein Plakat mit ermutigenden Worten für den Regierungschef aufgestellt. "Berlusconi wünschen wir eine baldige Genesung. Die wahren Italiener sind für immer mit Dir!", ist auf dem Plakat zu lesen. Viele Polizisten bewachen die Klinik, in die Berlusconi sofort nach dem Angriff einliefert wurde.

Berlusconi ging zu Boden
Nach dem Angriff war der Regierungschef zu Boden gefallen. Von TV-Kameras war er mit blutbeschmiertem Gesicht gefilmt worden, während Polizisten dem 73-Jährigen wieder auf die Beine halfen und ihn in sein Auto führten.

"Terror-Akt"
Der mit Berlusconi verbündete Chef der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, Umberto Bossi, sprach von einem "terroristischen Akt" gegen der Premierminister. Kulturminister Sandro Bondi betonte, der Angriff auf den Premierminister sei das Resultat der Hasskampagne, die Teile der Politik und der Medien seit Monaten gegen Berlusconi führen

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano verurteilte den Angriff und sprach Berlusconi seine volle Solidarität aus. Napolitano plädierte für Selbstkontrolle bei der politischen Diskussion. Die Gefahr seien gewaltsame Entartungen, warnte der Präsident. Die mit Berlusconi verbündete Lega Nord sprach von einem "faschistischen Klima".

Berlusconi war bereits am Silvesterabend 2004 in Rom durch den Wurf eines Kamerastativs leicht verletzt worden. Ein 28-jähriger Maurer aus der norditalienischen Stadt Mantua hatte das Stativ an den Kopf des Premierministers geworfen, als er auf der Piazza Navona spazieren ging. Er wurde zu vier Monaten Haft verurteilt.

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