Berlusconi plant G-8-Gipfel auf Luxusliner Berlusconi plant G-8-Gipfel auf Luxusliner

Vorliebe für Schiffe

 

 

Berlusconi plant G-8-Gipfel auf Luxusliner

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi, der den nächsten Gipfel der Gruppe der Acht als künftiger G-8-Vorsitzender ausrichtet, sorgt für Aufsehen. Der Ministerpräsident will das jährliche Treffen der führenden Industrieländer zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2009 an Bord eines Kreuzfahrtschiffes organisieren, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Montag. Das Schiff soll von der Insel La Maddalena vor Sardinien ablegen - hier war ursprünglich das Treffen geplant - und nach Neapel fahren.

"Wir werden den Großen der Welt ein neues Bild von Neapel und Italien zeigen. Wir werden Italien eine tolle Werbung machen", sagte Berlusconi, der vergangene Woche das Ende der akuten Müllkrise in der Vesuv-Stadt angekündigt hat.

Vorliebe für Kreuzfahrten
Berlusconi hatte bereits den G-8-Gipfel in Genua im Juli 2001 an Bord eines Schiffes organisiert. Damals hatte das Schiff jedoch den Hafen der ligurischen Stadt nicht verlassen. Der italienische Premierminister hat eine Vorliebe für Kreuzfahrten. Seine erfolgreiche Karriere als Unternehmer begann er als Student, als er an Bord von Kreuzfahrtschiffen Klavier spielte.

Vertrauensabstimmung gewonnen
Zum zweiten Mal binnen einer Woche hat die italienische Regierung eine Vertrauensabstimmung gewonnen. Die Regierungskoalition gewann am Montagabend in der Abgeordnetenkammer die Vertrauensabstimmung mit 323 zu 253 Stimmen. Die Vertrauensfrage wurde gestellt, um die zahlreichen Abänderungsanträge zu umgehen, die die Opposition gegen das Maßnahmenpaket eingereicht hat.

Besonders umstritten waren die von der Regierung geplanten Einsparungen im Wert von 400 Millionen Euro in der öffentlichen Verwaltung in den nächsten drei Jahren. Die Gewerkschaften drohten mit einer Streikwelle im September, sollte die Regierung die Einsparungen durchbringen. Bis 2011 will die Einsparungen in Höhe von insgesamt 34,8 Milliarden Euro durchsetzen. Allein das Haushaltsgesetz 2009 wird Maßnahmen und Einsparungen in Höhe von 13 Milliarden Euro enthalten. Milliarde Euro betragen.

Erst am vergangenen Dienstag hatte Berlusconi in der Abgeordnetenkammer die Vertrauensabstimmung über das sogenannte "Sicherheitspaket" zur Bekämpfung der Kriminalität und der illegalen Immigration gewonnen. Mit dem "Sicherheitspaket" soll illegales Einreisen nach Italien künftig mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden können. Das Paket erleichtert außerdem die Abschiebung straffällig gewordener Ausländer und führt eine Datenbank mit DNA-Informationen von Verbrechern ein.

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