Berlusconi sieht weltweites Führungsdefizit

Mangel

Berlusconi sieht weltweites Führungsdefizit

Der Welt fehlen nach Ansicht des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gestandene Persönlichkeiten zur Lösung aktueller Probleme wie etwa dem Klimaschutz. Mit Sorge habe er feststellen müssen, dass es auf internationaler Ebene einen Mangel an Führungskraft gebe, sagte der 71-Jährige am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Rom. Viele Länder hätten keine adäquaten Nachfolger für ihre früheren Staats- und Regierungschefs gefunden.

Konkret führte Berlusconi Deutschland und den Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder an, den er lobend hervorhob. Er nannte aber auch Großbritannien, Russland, Frankreich und Spanien, wo seiner Ansicht nach keine starken Persönlichkeiten an der Macht seien. "Auch weil einige Regierungschefs nicht ausreichend Training gehabt haben", erklärte er zur Begründung.

Er selbst bemühe sich, seinen Beitrag zu leisten, sagte Berlusconi weiter. "Auch, weil ich im Europäischen Rat der alte Mann in der Gruppe bin." Der Medienunternehmer Berlusconi wurde im April zum insgesamt dritten Mal zum italienischen Regierungschef gewählt.

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