Bewährungsstrafen für Bundeswehr-Ausbilder

Deutscher BW-Skandal

Bewährungsstrafen für Bundeswehr-Ausbilder

Im Prozess um den Bundeswehr-Skandal von Coesfeld hat das Landgericht Münster am Mittwoch fünf Bewährungsstrafen zwischen zehn und 22 Monaten verhängt. Die angeklagten Ausbilder der deutschen Bundeswehr wurden der Misshandlung und der entwürdigenden Behandlung von Rekruten für schuldig befunden. Ein früherer Kompaniechef wurde wegen Misshandlung zu einer Geldstrafe von 7.500 Euro verurteilt. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen, gegen einen zehnten Beschuldigten wurde das Verfahren eingestellt.

Mit dem Urteil ging der Prozess um die Misshandlung von über 160 Rekruten bei vier Geiselnahme-Übungen im Jahr 2004 nach einem Jahr Verfahrensdauer zu Ende. Wegen der Vorwürfe hatten sich ursprünglich 18 Ausbilder verantworten müssen. Ein Angeklagter wurde bereits zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. In zwei Fällen hatte das Gericht Geldstrafen verhängt, zwei Beschuldigte waren freigesprochen worden. Zwei weitere Verfahren stellten die Richter wegen geringer Schuld ein, ein Verfahren wurde wegen Erkrankung des Angeklagten abgetrennt.

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