Bin Laden gegen somalischen Präsidenten

Neue Audiobotschaft

© EPA

Bin Laden gegen somalischen Präsidenten

Der Chef des Terrornetzes Al-Kaida, Osama bin Laden, hat in einer ihm zugeschriebenen neuen Botschaft zum Sturz des somalischen Präsidenten, ein um parteiübergreifende Zusammenarbeit bemühter Islamist, aufgerufen. Präsident Sheikh Sharif Ahmed habe "sich gewandelt und ist jetzt Partner der Ungläubigen" in einer Regierung der nationalen Einheit, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Audio-Botschaft, wie der britische Sender BBC am Donnerstag berichtete.

Gemäßigter Islamistenführer
Der relativ gemäßigte Islamistenführer ist seit Jänner im Amt. Er hat angekündigt, das islamische Recht (Scharia) in dem überwiegend muslimischen Land einzuführen.

Doch die mit der Al-Kaida verbündete radikal-islamistische Al-Shabab-Miliz hat ihm den Kampf angesagt mit der Begründung, er habe islamische Werte verraten und sich an den Westen verkauft. Shabab kontrolliert mehrere wichtige Städte in dem von Bürgerkrieg zerrissenen ostafrikanischen Land Somalia, das seit 1991 ohne funktionierende Regierung ist.

Religion als Brennkessel
Wie die BBC berichtete, hört sich die Stimme auf dem Band an wie die Bin Ladens. Auch sei das Band auf den einschlägigen Internetseiten militanter Fundamentalisten veröffentlicht worden.

Eine eindeutige Klärung der Echtheit war aber nicht möglich. In der zwölfminütigen Mitteilung heißt es: "Wie können intelligente Menschen glauben, dass die Feinde von gestern auf der Grundlage von Religion die Freunde von heute werden können? Das kann nur passieren, wenn eine der beiden Parteien ihre Religion aufgibt."

Bin Laden hatte wie berichtet erst am vergangenen Samstag in einer ihm zugeschriebenen Audio-Botschaft zum Mord an gemäßigten arabischen Führern aufgerufen.

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