Blocher-Abwahl löst Sympathiewelle für SVP aus

Mitglieder-Zulauf

© AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Blocher-Abwahl löst Sympathiewelle für SVP aus

Die Nicht-Wiederwahl von Christoph Blocher in den Bundesrat (Regierung) bringt der Schweizerischen Volkspartei (SVP) viele neue Mitglieder. Gesamtschweizerisch habe sie bis am Donnerstagabend über 2500 Neumitglieder verzeichnen können, teilte die Partei mit.

Am Donnerstag zwei Neumitgieder pro Minute
Dies hätten Umfragen bei den Kantonalparteien ergeben. Alleine das Generalsekretariat der SVP habe am Donnerstag zwei Neumitglieder-Anmeldungen pro Minute registriert. Die SVP spricht von einer "nie da gewesenen Sympathiewelle".

Zulauf eines ganzen Jahres in nur wenigen Tage
So viele Neumitglieder wie am Donnerstag verzeichne die SVP normalerweise in einem ganzen Jahr. Ein großer Teil der Neumitglieder stamme aus CVP-Stammlanden in der Innerschweiz, Ostschweiz und im Mittelland, schreibt die SVP.

Bei der Zürcher Kantonalpartei gingen bis am Donnerstagnachmittag um 16.00 Uhr rund dreihundert neue Mitgliedschaften ein, wie Daniela Vas, Sekretärin der Zürcher SVP, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

"Arroganz der Neider und Verlierer - Werden Sie Mitglied"
Die Kantonalpartei Aargau registrierte am Donnerstag rund 20 neue Mitglieder pro Stunde. Wie andere Kantonalparteien auch, wirbt sie auf ihrer Internetseite für eine Mitgliedschaft als Reaktion auf die Nicht-Wiederwahl Blochers: "Bundesratswahlen 2007: Die Arroganz der Neider und Verlierer - Werden Sie Mitglied."

Auch in der Kantonalpartei von Bundesrat Samuel Schmid gab es "relativ viele Anfragen" für eine Mitgliedschaft, wie Barbara Ambühl vom Sekretariat der Berner SVP sagte. Es seien ungefähr fünfzig gewesen, deutlich mehr als an einem normalen Tag.

Kein Zulauf im Heimatkanton der neuen Bundesrätin
Im Kanton Graubünden hingegen, dem Heimatkanton der neuen Bundesrätin, verzeichnete die kantonale SVP bis am Donnerstagmittag nur einen einzigen Partei-Eintritt. In den Kantonen Waadt und Genf stießen nach Auskunft der Sekretariate je etwas mehr als zehn neue Mitglieder zur SVP.

Der Zulauf von Mitgliedern nach einem großen politischen Ereignis ist allerdings kein Phänomen, das nur bei der SVP zu beobachten ist. Viele neue Parteimitglieder registrierte etwa auch die SP vor genau vier Jahren - nach der Wahl von Blocher in der Bundesrat.

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