Bush räumt zahlreiche Fehler ein

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Bush räumt zahlreiche Fehler ein

Bald sind die Tage der Präsidentschaft von George W. Bush gezählt. Weltweit atmen viele Menschen auf. In einem CNN-Interview offenbart Bush, der acht Jahre der mächtigste Mann der Welt war, dass er Kritik an seiner Person durchaus nachvollziehen kann. Er gibt Fehler zu.

"Tot oder lebendig"
Vor allem einige seiner Aussagen im Kampf gegen den Terrorismus würde Bush gerne zurücknehmen. Allen voran, jene, die er nach dem 11. September 2001 über Osama bin Laden getätigt hat: "Es gibt da ein altes Poster aus dem Westen, auf dem steht: Gesucht! Tot oder lebendig!" Er sieht inzwischen ein, dass er damit über die Stränge geschlagen habe.

Auch als er an Bord der "USS Abraham Lincoln" im Jahr 2003 das Ende des Irak-Kriegs propagiert hat, liegt dem 43. Präsident der USA schwer im Magen. Er habe nicht an das Ende des Krieges geglaubt. Es sei nur eine falsche Botschaft transportiert worden.

Stolz
Trotz seiner Fehler blickt er mit Stolz auf seine achtjährige Präsidentschaft zurück. Vor allem das humanitäre Engagement der Amerikaner in Afrika hat es ihm dabei angetan. Aber auch, dass soviele Amerikaner freiwillig ihrem Land in Kriegszeiten dienen, erfüllen ihn mit stolz.

Was ihn in seiner Pension erwartet, weiß der Texaner noch nicht. Er zieht sich auf seine Ranch zurück und freut sich darauf, wieder mehr Zeit mit seinen Freunden und seinen Hobbies zu verbringen. Allerdings kündigte er an, die Welt mit einem Buch über seine Zeit im Oval Office erfreuen will. Zudem will Bush an der Methodist University in Dallas ein Politikinstitut aufbauen.

Großzügiger Clinton
Abschließend wurde Bush beim CNN-Interview beinahe noch rührselig. Kurz bevor er den designierten Präsidenten Barack Obama durch die Räumlichkeiten des Weißen Hauses führte, erinnerte er sich, wie großzügig und hilfreich sein Vorgänger Bill Clinton bei dessen Amtsübergabe war. Er rief Clinton und sagte ihm: "Ich hoffe, dass ich auf Obama genauso großzügig wirken werde, wie du damals auf mich."

George Bush meinte, er werde seine Präsidentschaft vermissen, der Großteil der restlichen Welt wohl weniger.

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