Bushs Rede zur Lage der Nation

Im Wortlaut

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Bushs Rede zur Lage der Nation

US-Präsident George W Bush hat am Dienstagabend (Ortszeit) seine Rede zur Lage der Nation gehalten. Es folgen Auszüge der Rede im Wortlaut:

"Amerika steht kurz vor technologischen Durchbrüchen, die uns in die Lage versetzen, unabhängiger vom Öl zu leben. Diese Technologien werden uns helfen, bessere Hüter unserer Umwelt zu sein - und sie werden uns helfen, der ernsthaften Herausforderung des globalen Klimawandels zu begegnen."

"Jeder Erfolg gegen die Terroristen ruft die uferlosen Ambitionen dieses Feindes in Erinnerung. Das Böse, das 9/11 (die Anschläge vom 11. September 2001) inspiriert und sich an ihnen ergötzt hat, wirkt noch immer in der Welt. Und so lange das der Fall ist, ist Amerika eine Nation im Krieg."

"Unsere Feinde sind recht deutlich in ihren Absichten. Sie wollen gemäßigte Regierungen stürzen und sich eine sichere Zuflucht schaffen, von der aus sie neue Angriffe auf unser Land planen und ausführen können. Indem sie Amerikaner töten und terrorisieren, wollen sie unser Land zwingen, sich aus der Welt zurückzuziehen und das Eintreten für die Sache der Freiheit aufzugeben. Dann wäre der Weg für sie frei, anderen ihren Willen aufzuzwingen und ihre totalitäre Ideologie zu verbreiten."

"In jüngster Vergangenheit ist deutlich geworden, dass wir mit einer wachsenden Gefahr durch schiitische Extremisten zu tun haben, die Amerika (...) feindlich gesinnt sind und die entschlossen sind, den Nahen Osten zu dominieren. Von vielen weiß man, dass sie ihre Weisungen vom Regime im Iran erhalten, das Terroristen wie Hisbollah finanziert und bewaffnet. (...) Schiitische und sunnitische Extremisten sind verschiedene Gesichter der gleichen totalitären Bedrohung. (...). Sie wollen Amerikaner töten und die Demokratien im Nahen Osten töten und an Waffen gelangen, um in noch viel schrecklicherem Ausmaß zu töten."

"Dieser Krieg ist mehr als ein Waffengang - es ist ein entscheidender ideologischer Kampf, und die Sicherheit unseres Landes hängt davon ab. (...) Was jeder Terrorist am meisten fürchtet, ist die Freiheit des Menschen. (...) Also dienen wir unseren eigenen Sicherheitsinteressen, indem wir Gemäßigten, Reformern und tapferen Stimmen für die Demokratie helfen. Die große Frage dieser Zeit ist, ob Amerika Männern und Frauen im Nahen Osten dabei helfen wird, freie Gesellschaften aufzubauen und an den Rechten der Menschheit teilzuhaben. Um unserer eigenen Sicherheit willen sage ich - wir müssen."

"Unsere Kommandeure und ich haben die Optionen sorgfältig abgewogen. Wir haben jeden möglichen Ansatz diskutiert. Am Ende habe ich diesen Kurs gewählt, weil er die besten Aussichten auf Erfolg bietet. Viele in diesem Haus (im Kongress) verstehen, dass Amerika im Irak nicht scheitern darf - weil Sie verstehen, dass die Konsequenzen des Scheiterns schmerzhaft und weit reichend wären. Wenn sich die amerikanischen Truppen zurückziehen, bevor Bagdad sicher ist, würde die irakische Regierung von allen Seiten von Extremisten überrannt. Wir könnten mit einer epischen Schlacht zwischen schiitischen Extremisten, die vom Iran unterstützt werden, und sunnitischen Extremisten, denen von El Kaida und dem alten Regime geholfen wird, rechnen.

Wie eine Seuche würde sich Gewalt im Land ausbreiten und bald wird die gesamte Region in den Konflikt hineingezogen sein. Dies wäre ein Albtraum-Szenario für Amerika. Für den Feind ist es das Ziel. Chaos ist sein größter Verbündeter in diesem Kampf. Und aus diesem Chaos würde ein gestärkter Feind erwachsen, mit neuen Zufluchten, neuen Rekruten, neuen Ressourcen und einer noch größeren Entschlossenheit, Amerika Schaden zuzufügen. Dies zuzulassen, hieße, die Lehren des 11. September (2001) zu ignorieren und eine Tragödie heraufzubeschwören. (...) In diesem Augenblick unserer Geschichte gibt es nichts wichtigeres für Amerika, als im Nahen Osten erfolgreich zu sein, im Irak erfolgreich zu sein und diese Gefahr vom amerikanischen Volk abzuwenden."

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