Chef kolumbianischer FARC-Rebellen tot

Medienbericht

© AP

Chef kolumbianischer FARC-Rebellen tot

Der meistgesuchte Rebellenführer des südamerikanischen Landes sei am 26. März im Alter von 77 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben, berichtete die Zeitschrift "Semana" unter Berufung auf Angaben von Verteidigungsminister Juan Manuel Santos. Dies habe ein ungenannter Informant berichtet, dessen Angaben sich bisher noch nie als falsch erwiesen hätten, habe Santos in einem Interview hinzugefügt.

"Wir wissen nicht, wie er gestorben ist. Zu dem genannten Zeitpunkt gab es drei heftige Bombardierungen des FARC-Lagers, in dem wir Tirofijo vermuteten. Die Guerrilla sagt, er sei an einem Herzinfarkt gestorben. Wir haben keine Erkenntnisse darüber, wie er gestorben ist", wurde Santos zitiert. Innenminister Carlos Holguín betonte, die Behörden versuchten, die Angaben zum Tod von Tirofijo zu bestätigen.

Tirofijo galt schon seit langem als krank. Wiederholt war auch schon sein Tod gemeldet worden. Die letzten Aufnahmen von ihm stammen aus der Zeit der gescheiterten Friedensgespräche zwischen 1998 und 2002. Schon damals wirkte er alt und gebeugt. Die von ihm 1964 gegründeten marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) sind die größte und älteste Rebellengruppe des Landes.

Sie mussten in den vergangenen Jahren jedoch empfindliche Verluste durch das Militär und die Polizei hinnehmen. Die FARC sind auch für zahlreiche Geiselnahmen, unter anderem die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, berüchtigt. Sowohl in den USA als auch in der Europäischen Union stehen sie auf der Liste terroristischer Organisationen.

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