Chemie-Ali zum 4. Mal zum Tod verurteilt

Schuldspruch

Chemie-Ali zum 4. Mal zum Tod verurteilt

Der als "Chemie-Ali" bekannte Cousin des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein ist nach Informationen des irakischen Staatsfernsehens zum Tode verurteilt worden. Die Todesstrafe gegen Ali Hassan al-Majid wurde mit dem Massaker im kurdischen Halabja begründet, wie das Staatsfernsehen am Sonntag berichtete. In Halabja waren bei einem Giftgasangriff im Jahr 1988 rund 5.000 Menschen ums Leben gekommen.

"Chemie-Ali" war bereits mehrfach wegen Verbrechen aus der Amtszeit Saddam Husseins schuldig gesprochen worden. Ihm wurde die Beteiligung an der Unterdrückung der kurdischen Minderheit und von Schiiten nachgewiesen.

Der 68-jährige Majid wurde jetzt wegen des Angriffs auf die überwiegend von Kurden bewohnte Stadt Halabja, bei dem 1988 bis zu 5.000 Menschen getötet wurden, als "Chemie-Ali" berüchtigt. Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist der frühere Gouverneur in den irakischen Nordprovinzen bereits dreimal zum Tode verurteilt worden, darunter einmal wegen Völkermordes gegen die kurdische Bevölkerung.

Der Cousin des früheren langjährigen Machthabers Saddam Hussein wurde in den 90er Jahren Innen- und Verteidigungsminister, kurz vor dem Einmarsch der alliierten Truppen 2003 wurde er zum Oberbefehlshaber im Südirak ernannt. Im ersten Golfkrieg 1991 war er Gouverneur im vom Irak annektierten Kuwait; nach dem Krieg war er für die Niederschlagung des schiitischen Aufstands in Basra verantwortlich. Majid wurde im August 2003 verhaftet.

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