Clinton will US-Führung in der Welt erneuern

Als Außenministerin

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Clinton will US-Führung in der Welt erneuern

Die frühere First Lady Hillary Clinton will als Außenministerin unter US-Präsident Barack Obama die Führungsrolle der USA in der Welt erneuern, aber zugleich die internationale Zusammenarbeit stärken. "Amerika kann die drängendsten Probleme nicht alleine lösen, und die Welt kann sie nicht ohne Amerika lösen", sagte Clinton am Dienstag zum Auftakt ihres Bestätigungsverfahrens vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats.

Militäreinsatz gegen Iran nicht ausgeschlossen
Clinton schloss den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus, um den Iran davon abzuhalten, die Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu erwerben. "Wir nehmen keine Option vom Tisch", sagte sie in Übereinstimmung mit einem Grundprinzip der US-Außenpolitik. Jedoch werde die Regierung von Barack Obama alles nur mögliche unternehmen, um auf diplomatischen Wege und mit Hilfe der Vereinten Nationen eine nukleare Bewaffnung des Iran zu verhindern.

Besseres Verhältnis zu China und Russland
Sie wolle eine Politik verfolgen, mit der "der Iran und Syrien davon überzeugt werden, ihr gefährliches Verhalten aufzugeben und konstruktive regionale Akteure zu werden". Überdies strebe sie ein besseres Verhältnis der USA zu China und Russland an.

Mit Blick auf den wiederaufgeflammten Nahost-Konflikt unterstrich Clinton, dass die Regierung von Barack Obama "jede Anstrengung" unternehmen werde, den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zu beenden. Sie und der künftige Präsident empfänden aber "tiefe Sympathie" für den Wunsch Israels, sich gegen Raketenangriffe der radikalislamischen Hamas zu verteidigen.

Neue Ära der Diplomatie
"Wir stehen am Beginn einer neuen Ära der US-Diplomatie", sagte der Vorsitzende des Ausschusses, der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry. Clinton habe in der Vergangenheit bewiesen, Allianzen bauen zu können. Sie verfüge über die Statur, für die US-Außenpolitik zu stehen, sagte er. Probleme bei der Bestätigung Clintons, die sich mit Obama im vorigen Jahr einen erbitterten Vorwahlkampf geliefert hatte, werden nicht erwartet.

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