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Dänemark: Kampagne gegen Moscheenbau

Von Rechter Partei

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Dänemark: Kampagne gegen Moscheenbau

Wegen der Pläne für den Bau der ersten Moschee in Dänemark hat die rechtsextreme Dänische Volkspartei (DPP) eine Medienkampagne gegen die Errichtung von Moscheen gestartet. Die Partei, die die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen stützt, schaltete am Mittwoch in mehreren Zeitungen eine ganzseitige Anzeige mit dem Titel "Nein zu großen Moscheen in dänischen Städten".

Die Anzeige zeigt eine Fotomontage der Blauen Moschee in Istanbul mit zwei Säbeln auf ihrer Kuppel und kritisiert Moscheen als "Hochburgen des Islamismus". Mit der Kampagne will die DPP bei den Kommunalwahlen am 17. November ihren Stimmenanteil erhöhen.

Der Stadtrat von Kopenhagen hatte im August den Bau der ersten Moschee in Dänemark genehmigt. Der stellvertretende DPP-Chef Peter Skaarup kündigte nun an, für ein Referendum gegen den Bau von Moscheen zu kämpfen. Seine Partei argumentiert in ihrer Kampagne, das in Kopenhagen geplante Gotteshaus werde durch "das Terror-Regime im Iran" mitfinanziert. Außerdem solle in drei Jahren eine weitere Moschee in Kopenhagen stehen, deren Bau von "Saudi-Arabien, einer Diktatur" bezahlt werde.

200.000 Muslime in Dänemark
Kopenhagens Vize-Bürgermeister Klaus Bondam wies die Kritik zurück und nannte die geplante Moschee ein "Symbol des multikulturellen Kopenhagen". In Dänemark leben rund 200.000 Muslime, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von etwa 3,5 Prozent. Bisher versammeln sie sich in Gebetsräumen in Wohnungen, Kellern oder stillgelegten Fabriken. Die neue durch private Spenden finanzierte Moschee soll 2000 Quadratmeter groß sein und von einer 24 Meter hohen blauen Kuppel sowie zwei 32 Meter hohen Minaretten überragt werden.

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