Dänemark zittert vor Rassismus-Doku

Angriffe befürchtet

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Dänemark zittert vor Rassismus-Doku

Dänischen Medien zufolge plant der arabische Nachrichtenkanal Al-Jazeera für Donnerstagabend die Ausstrahlung einer TV-Dokumentation über Rassismus und Diskriminierung in Dänemark. Das Außenministerium in Kopenhagen befürchtet eine neue Hasswelle gegen dänische Einrichtungen in der islamischen Welt.

Der Film ist ein Werk des palästinensisch-dänischen Regisseurs Awad Joumaa. Ein Islam-Experte der Uni in Kopenhagen, Jakob Skovgaard-Petersen, sagte laut der Internet-Portal akhbar.dk, der Trailer zu der Doku sehe "sehr brutal" aus.

Erneute Übergriffe befürchtet
Skovgaard befürchtet ebenso wie der Integrationssprecher der dänischen Konservativen, Naser Khader, dass eine vermutete einseitige Schilderung der Verhältnisse in Dänemark nach dem "Karikaturen Streit" im Jahr 2006 erneut Übergriffe gegen dänische Einrichtungen in der arabischen Welt nach sich ziehen könnte. Khader bezeichnete den Trailer als "starken Tobak".

Joumaa verteidigte seinen Film dagegen als wichtigen Diskussionsbeitrag: "Die arabischen Zuschauer haben ein viel zu positives Bild von Dänemark. Ich will ihnen erzählen, dass es in Dänemark weit verbreiteten Rassismus gibt und dass vieles in der Gesetzgebung diskriminierend ist."

Vor knapp vier Jahren löste die Veröffentlichung von karikierenden Darstellungen des Propheten Mohammed in der Aarhuser Tageszeitung "Jyllands-Posten" und eine nachträgliche Kampagne von islamistischen Aktivist wütende Proteste in der arabischen Welt aus. Die Krise belastete Anfang 2006 den österreichischen EU-Vorsitz.

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