Das andere Gesicht von Obama

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Das andere Gesicht von Obama

Obama habe in der Vorwahlschlacht gegen Hillary Clinton deren Gatten Bill, so Newsweek-Autor Richard Wolffe in Renegade, The Making of a President, richtig hassen gelernt. „Was soll ich mit einem ehemaligen Präsidenten anfangen, der plumpe Lügen verbreitet?“, wütete Obama. Er nannte ihn „gemeingefährlich“. Der Zorn kostete Hillary sogar später die Kür zur Vizekandidatin: Obama verwarf die Idee eines Dream-Teams und kürte Senator Joe Biden. Der Grund: Er war immer noch stinksauer auf Bill.

„Egoismus“
Als Obama im Jahr 2000 für den US-Kongress kandidierte, erreichte die Obama-Ehe den eisigen Tiefpunkt: „Sie redeten kaum miteinander, ihre Romanze schien erkaltet“, so der Autor: Michelle erachtete seinen „egoistischen Karrierismus“ als Zeitvergeudung, fühlte sich mit den kleinen Töchtern alleingelassen. Auch im Vorwahlkampf explodierte sie einmal. Nachdem es Obama in Texas wieder nicht schaffte, Hillary zu bezwingen, tobte sie: „Ihr überlegt euch lieber eine bessere Strategie, wenn ich weiter mitmachen soll.“

Geräusche im Hotel
Aufgeräumt wird auch mit dem Mythos, dass Obamas Traumreden fast wie von selbst über die Lippen kommen. Er arbeite hart daran: 2007 hatte Obama für eine wichtige Rede sogar eine Woche lang im Hotelzimmer geübt. Er wollte seinen Stab überraschen: „Beim Üben drehte er das TV-Gerät laut auf“, so sein Sprecher. „Mysteriöse Geräusche“ drangen aus dem Zimmer. Erst nach der fulminanten Rede enthüllte er seinen erstaunten Beratern, dass er eine ganze Woche heimlich paukte.

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