Die Welt betet um Frieden

Weihnachten 2007

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Die Welt betet um Frieden

Als Höhepunkt der Weihnachtsfeiertage im Heiligen Land feiern die Christen am Montagabend in Bethlehem die traditionelle Mitternachtsmesse in der Geburtskirche. Das Gotteshaus steht dort, wo Jesus Christus der Überlieferung nach vor mehr als 2.000 Jahren geboren wurde. Hauptzelebrant des Festgottesdienstes ist der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah. In seiner Predigt wird erneut eine klare Stellungnahme gegen die Abriegelung der Palästinensergebiete durch Israel erwartet. Eröffnen wird Sabbah die Weihnachtsfeierlichkeiten am Heiligen Abend mit einer Prozession aus Jerusalem zum Krippenplatz in Bethlehem.

Christen sterben aus
Das israelische Ministerium für Tourismus erwartet über die Weihnachtsfeiertage 60.000 Pilger aus dem Ausland, vor allem in Bethlehem, Jerusalem und Nazareth. Das sind 20.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Pilger war seit dem ­Beginn des zweiten palästinensischen Volksaufstandes (Intifada) vor sieben Jahren und wegen des Baus der israelischen Sperranlage um das Westjordanland deutlich gesunken.

Doch trotz des leichten Aufschwungs bleibt die Lage im Geburtsort Jesu mehr als trist: Bethlehem ist vom Krieg umzingelt, der israelische Sperrwall ragt tief in das Stadtgebiet hinein – von Weihnachtsfrieden keine Spur. Und immer mehr Christen verlassen das Heilige Land: Während vor siebzig Jahren der Anteil der Christen an der gesamten Bevölkerung des damaligen britischen Mandatsgebiets Palästina noch zwischen 29 und 33 Prozent betrug, sind es heute nur noch rund 1,5 Prozent.

Queen grüßt die Briten
Auf königliche Weihnachten können sich die Briten freuen: So wird Königin Elizabeth II. erstmals ihre traditionelle Weihnachtsbotschaft auch über das Internet-Videoportal YouTube verkünden. Das Königshaus öffnete am Sonntag eine eigene Video-Internetseite, auf der zum ersten Weihnachtsfeiertag am Dienstag auch die Ansprache der britischen Monarchin abgerufen werden kann. Schon vorher können sich Anhänger auf YouTube frühere Weihnachtsbotschaften sowie alte und neue Aufnahmen der britischen Königsfamilie anschauen.

Doch nicht alle Briten können sich auf die Feiertage freuen: Die Weihnachts- und Silvesterreisen Tausender Briten sind im letzten Moment wegen der Firmenpleite eines Reisever­anstalters abgesagt worden. Insgesamt sind bis zu 40.000 Menschen betroffen. Zudem stehen im neuen Jahr Streiks auf britischen Flughäfen bevor. Betroffen davon sind auch die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted.

USA im Kaufrausch
In den USA triumphiert der Kommerz: Das Weihnachtsgeschäft, wo fast 500 Milliarden US-Dollar ausgegeben werden, ist Top-Barometer für die Wirtschaft. Selbst am Heiligen Abend werden die Shopping-Malls noch gestürmt. Immer mehr Kauftempel haben vor Weihnachten 24 Stunden durchgehend geöffnet.

Weihnachten im All
Pünktlich zum Fest erwartet auch die Besatzung der internationalen Raumstation ISS eine besondere Lieferung: Eine russische Sojus-Trägerrakete brachte am Sonntag ein Raumschiff ins All, das Geschenke und Leckereien für die Raumfahrer mit an Bord hat.

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