EU verlangt Hinrichtungs-Moratorium für USA

400. Hinrichtung

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EU verlangt Hinrichtungs-Moratorium für USA

Innerhalb von 30 Jahren wurde im US-Bundesstaat Texas die 400. Hinrichtung vollstreckt. Die Europäische Union (EU) hatte die US-Behörden aufgefordert, die Vollstreckung von Todesurteilen auszusetzen. Die EU appellierte an den texanischen Gouverneur Rick Perry, alles dafür zu tun, dass Hinrichtungen aufgeschoben würden und ein Moratorium für Todesurteile zu erwägen, erklärte die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft am Dienstag in Brüssel. Die 27 EU-Länder riefen die US-Behörden zudem auf, bis zur Abschaffung der Todesstrafe auf nationaler und einzelstaatlicher Ebene ein Moratorium für die Vollstreckung von Todesurteilen zu verhängen.

"Tiefes Bedauern" in der EU
Die EU stelle mit "tiefem Bedauern" fest, dass die Exekution die Zahl der Hinrichtungen in Texas seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 auf 400 erhöhe, erklärte der portugiesische EU-Ratsvorsitz. Die Union sei entschieden und unter allen Umständen gegen die Todesstrafe und fordere ihre weltweite Abschaffung, hieß es weiter. Seit der erneuten Einführung der Todesstrafe fand ein Drittel aller Hinrichtungen in Texas, der Heimat von US-Präsident George W. Bush, statt; seit Jahresbeginn erhöhte sich dieser Anteil auf fast zwei Drittel.

34. Hinrichtung in diesem Jahr
Im US-Bundesstaat Oklahoma ist am Dienstag (Ortszeit) ein verurteilter Mörder hingerichtet worden, der erst zehn Jahre nach seiner Tat durch DNA-Spuren überführt worden war. Der 46-Jährige sei mit einer Giftspritze getötet worden, teilten die Gefängnisbehörden mit. Er hatte nach Überzeugung seiner Richter im Februar 1987 in der Nähe von Oklahoma City eine schwangere Frau vergewaltigt und getötet. Um Zugang zu ihrem Haus zu bekommen, hatte er sich als Kabel-Monteur ausgegeben.

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