Erneut blutige Anschläge im Irak

Über 50 Tote

© AFP

Erneut blutige Anschläge im Irak

Bei einer Serie von Terroranschlägen sind im Irak am Dienstag nach Polizeiangaben mindestens 33 Menschen getötet worden. Augenzeugen hatten zunächst berichtet, bei einem Anschlag in Bagdad seien allein 40 Iraker ums Leben gekommen. Die Polizei korrigierte diese Angaben und erklärte, bei der Explosion einer Autobombe auf dem Al-Khalani-Platz im Stadtzentrum seien sieben Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Die Explosion eines weiteren Sprengsatzes im Al-Shaab-Viertel tötete vier Menschen, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak unter Berufung auf die Polizei. Sieben Menschen seien verletzt worden.

Bei zwei Anschlägen mit Autobomben in der nordirakischen Stadt Baiji (Beji) starben nach Polizeiangaben 22 Menschen. Ein Polizeisprecher sagte, rund 30 Iraker seien durch die Anschläge verletzt worden. Die beiden Sprengsätze seien neben dem Haus des Polizeichefs der Stadt und neben dem Haus eines Stammesführers explodiert. Der Polizeichef und der Stammesführer, der sich dem Kampf gegen die Terroristen der Al Kaida angeschlossen habe, hätten beide überlebt, hieß es. Augenzeugen berichteten, ein Mann und eine Frau seien südlich von Bagdad durch die Explosion eines Sprengsatzes neben einem Kleinbus getötet worden.

Druck auf Armee wächst
Die Entscheidung von US-Präsident George W. Bush, die US-Kampfeinheiten im Irak in diesem Jahr um 30.000 Soldaten zu verstärken, hat den Druck auf die Armee weiter verschärft. Um die neue Truppenstärke gewährleisten zu können, wurde die Einsatzphase der Soldaten im Irak von 12 auf 15 Monate erhöht. Im September kündigte Bush an, das Truppenkontingent bis nächsten Juli wieder um 21.500 Soldaten auf dann 130.000 Mann zu verkleinern.

Die irakischen Behörden verlangen von der US-Sicherheitsfirma Blackwater insgesamt 136 Millionen Dollar (96,5 Mio. Euro) für die Hinterbliebenen von Opfern einer Schießerei. Für jeden der 17 Toten werden acht Millionen Dollar gefordert, wie aus einem Untersuchungsbericht der irakischen Regierung hervorgeht. Die US-Regierung wird darin aufgefordert, alle Verträge mit Blackwater zu kündigen. Mitarbeiter des Unternehmens hatten am 16. September in Bagdad um sich geschossen und 17 Menschen getötet.

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