Erste Auslandsreise für Carla Bruni

Tschad-Besuch

© AP / Eric Feferberg

Erste Auslandsreise für Carla Bruni

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist in Begleitung seiner Frau Carla Bruni zu einem Kurzbesuch im Tschad eingetroffen. Das berichtet der Sender France Info am Mittwoch. Für Bruni ist es die erste Auslandsreise als "Premiere Dame" Frankreichs. Sarkozy will mit seinem Amtskollegen Idriss Deby und den im Tschad stationierten französischen Soldaten zusammentreffen.

Der Besuch wird überschattet von dem ungeklärten Schicksal mehrerer Oppositionspolitiker, die nach Informationen von Menschenrechtlern von der tschadischen Regierung inhaftiert wurden. Es wird erwartet, dass Deby dem Gnadengesuch der sechs Mitarbeiter der Hilfsorganisation Arche de Zoe nachkommt, die wegen versuchter Kindesentführung im Tschad verurteilt wurden.

Tschad sagt Sarkozy Untersuchung über vermisste Oppositionelle zu
Präsident Idriss Deby hat eine Untersuchung über den Verbleib verschwundener Oppositioneller zugesichert. Eine internationale Untersuchungskommission unter der Leitung des Präsidenten der Nationalversammlung solle Licht in die Ereignisse bringen, sagte er am Rande eines Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in N'Djamena. Sarkozy bekräftigte im Anschluss an das Gespräch mit Deby seine Forderung nach einer Untersuchung. Die tschadische Regierung dürfe bei der Aufklärung keinen "Unsinn" machen, sagte Sarkozy weiter.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Verschwinden des Abgeordneten Ngarlejy Yorongar und des Sprechers der Oppositionskoalition, Ibni Oumar Mahamet Saleh. Beide waren nach Angaben ihres Umfelds am 3. Februar nach dem Rebellenangriff von tschadischen Sicherheitskräften verhaftet worden und gelten seitdem als vermisst. Menschenrechtler werfen der Regierung in N'Djamena vor, die Rebellenangriffe als Vorwand für das Vorgehen gegen Oppositionelle genutzt zu haben. Deby bezifferte die Zahl der "vermissten oder toten" Zivilisten am Mittwoch auf insgesamt 400. Das tschadische Rote Kreuz war bisher von mindestens 160 Toten ausgegangen.

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