"> Finanzcrash auch Thema beim Treffen von Davos
Finanzcrash auch Thema beim Treffen von Davos

Krisensitzung

Finanzcrash auch Thema beim Treffen von Davos

Mitten in den Turbulenzen an den weltweiten Börsen kommen Wirtschaftsführer und Politiker ab Mittwoch im schweizerischen Davos zum Weltwirtschaftsforum zusammen. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen treffen sich rund 2500 Teilnehmer, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der britische Finanzminister Gordon Brown. Hauptthema dürfte die US-Immobilienkrise und die davon ausgelösten schweren Kursstürze an den Weltbörsen sein.

Themen reichen von Pakistan bis Krebs
Doch in den 200 Debatten werden zahlreiche andere Themen von der Lage in Pakistan bis zum Kampf gegen den Krebs behandelt. Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 vom deutschen Wirtschaftsprofessor Klaus Schwab ins Leben gerufen und ist heute eines der wichtigsten Treffen von Politikern und Wirtschaftsführern.

2007 herrschte noch Überschwänglichkeit
"Im vergangenen Jahr war Davos von einer irrationalen Überschwänglichkeit geprägt" wird Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in einem Interview zitiert. "Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr nicht auf die andere Seite wechseln und einer irrationalen Depression nachgeben."

Bereits im Vorjahr Warnung vor Risiken auf den Finanzmärkten
Beobachter weisen daraufhin, dass bereits 2007 der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, in Davos vor den verschärften Risiken für die Finanzmärkte gewarnt hatte. Ungeachtet der jüngsten Börsenrückgänge stehen in die Davos ohnehin die amerikanische Kreditkrise und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie der steigende Energiebedarf im Mittelpunkt der Diskussionen.

Japan hält G8-Vorsitz
Die Eröffnungsreden werden aber Politiker, wie der afghanische Präsident Hamid Karsai sowie US-Außenministerin Condoleezza Rice halten. Erwartet wird auch der japanische Regierungschef Yasuo Fukuda, der derzeit der Gruppe der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russlands (G 8) vorsteht. Aus Deutschland sei diesmal keine bedeutende prominente politische Führungskraft zu erwarten, hieß es in Berlin.

Zahlreiche Privatunternehmen mit dabei
Nach Angaben des WEF-Gründers Klaus Schwab hat es in der 38-jährigen Geschichte des Forums noch nie so viele Teilnehmeranfragen aus den Unternehmen gegeben. So werden neben 27 Staats- und Regierungschefs und über 110 Ministern, Gewerkschafts- und Religionsführern rund 900 Vorstandsvorsitzende oder Geschäftsführer aus aller Welt erwartet, 20 Prozent davon aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Motto "Die Kraft gemeinschaftlicher Innovationen"
Das Treffen steht unter dem Motto "Die Kraft gemeinschaftlicher Innovationen" (The Power of collaborative innovation). Am Rande dürfte es zu zahlreichen politischen Begegnungen etwa zum Nahostkonflikt kommen. Auch die noch immer zähe Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) soll wieder in Bewegung kommen.

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