Fünf Tote bei Luftangriff im Gazastreifen

Israel

© REUTERS/Majed Jaber

Fünf Tote bei Luftangriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind am Freitagabend mindestens fünf Palästinenser getötet und mindestens 40 weitere verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten war unter den Toten mindestens ein Aktivist der radikalen Palästinensergruppe Islamischer Jihad. Die israelische Luftwaffe habe eine Rakete auf das Haus von Ayman al-Fayed im Flüchtlingslager Al-Bureij nahe der Stadt Gaza gefeuert.

Ein führender Aktivist der militanten Organisation Islamischer Jihad ist am Freitagabend bei der Explosion seines Hauses im Gazastreifen getötet worden. Mit ihm kamen nach Angaben der Polizei und Ärzten mindestens acht Menschen, darunter Frauen und Kinder, ums Leben. Das dreigeschossige Gebäude wurde laut Augenzeugen zerstört, sechs umliegende Häuser schwer beschädigt.

Islamischer Jihad kündigt Vergeltung an
Ein Sprecher des Islamischen Jihads, Abu Hamza, sagte, das Haus von Aiman Atallah Fayed sei Ziel eines israelischen Luftangriffs geworden. Die Organisation kündigte Vergeltung an. Aus Sicherheitskreisen der militanten Hamas, die den Gazastreifen seit Juni vorigen Jahres kontrolliert, hieß es, die Ursache der Explosion sei noch nicht bekannt.

Ein Augenzeuge berichtete, ein israelisches Kampfflugzeug habe eine Rakete auf das Haus abgeschossen, in dem große Mengen Sprengstoff gelagert hätten. Ein israelischer Militärsprecher erklärte dagegen, das Militär habe am Freitagabend keinen Luftangriff auf irgendein Ziel im Gazastreifen unternommen.

Hamas bietet Waffenstillstand an
Die den Gazastreifen kontrollierende Hamas-Bewegung hat ägyptischen Vermittlern einen Waffenstillstand mit Israel angeboten. Als Voraussetzung habe man ein Ende der israelischen Blockade des Küstenstreifens und der Militäreinsätze in den gesamten Palästinenser-Gebieten verlangt, sagte Sami Abu Zuhri, ein führender Vertreter der radikal-islamischen Miliz am Freitag. Auch ein Gefangenenaustausch sei vorgeschlagen worden.

Im Gegenzug für den seit bald zwei Jahren festgehaltenen israelischen Rekruten Gilad Shalit fordere die Hamas die Freilassung von mehreren hundert palästinensischen Häftlingen.

Die Miliz hat die Herrschaft im Gazastreifen im Sommer an sich gerissen und die Fatah unter Führung von Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) vertrieben. Während Abbas inzwischen mit Israel über einen Nahost-Frieden verhandelt, lehnt die Hamas bisher jeden Kompromiss mit dem jüdischen Staat ab und beschießt Südisrael regelmäßig mit Raketen.

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