"> Fünf Tote bei neuen Luftangriffen in Gaza
Fünf Tote bei neuen Luftangriffen in Gaza

Gaza gesperrt

Fünf Tote bei neuen Luftangriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Donnerstag insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt Beit Lahiya starben drei Palästinenser, als eine israelische Rakete ein Pferdefuhrwerk traf. Nach Angaben von Augenzeugen und Rettungskräften waren auch eine Frau und ihr Kind unter den Opfern. Drei weitere Palästinenser wurden verletzt. Zuvor waren bei einem israelischen Angriff in der Nähe des Flüchtlingslagers Jebaliya zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Bei den Getöteten handelte es sich nach palästinensischen Angaben um ein Mitglied der militanten Volkswiderstandskomitees und dessen Frau. Drei weitere Palästinenser wurden nach Krankenhausangaben verletzt.

UN-Generalsekretär "tief besorgt"
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich "tief besorgt" über die neue Eskalation der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern. "Der Generalsekretär erinnert alle Seiten an ihre Verpflichtung, das internationale Menschenrecht einzuhalten und keine Zivilisten zu gefährden", sagte eine UN-Sprecherin am Donnerstag in New York. Ban sei beunruhigt wegen des Blutvergießens auf beiden Seiten und wegen der Gefahr weiterer Zwischenfälle, sollte sich die Lage nicht entspannen. Er verlangte eine sofortige Einstellung der palästinensischen Raketenangriffe auf Israel und forderte die israelischen Verteidigungskräfte zu größter Zurückhaltung auf.

Israel werde Hamas "ohne Kompromisse bekämpfen"
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert sagte am Donnerstag in Tel Aviv, Israel werde die militanten Organisationen Hamas und Islamischer Jihad weiter "ohne Kompromisse, ohne Nachgeben und ohne Mitleid bekämpfen". Israel könne "den andauernden Beschuss seiner Bürger nicht akzeptieren". Man werde sich dabei bemühen, palästinensische Zivilisten zu verschonen.

Hamas feuerte mit selbst gebauten Raketen auf Israel
Militante Palästinenser hatten zuvor den heftigen Raketenbeschuss Israels fortgesetzt. Nach Angaben der Armee schlugen 13 selbst gebaute Kassam-Raketen in israelischen Grenzgemeinden zum Gazastreifen ein. In der Grenzstadt Sderot sei eine Frau leicht verletzt worden.

Die militanten Flügel der radikal-islamischen Palästinensergruppe Hamas sowie der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas übernahmen die Verantwortung für die Raketenangriffe.

Seit Dienstag sind nach israelischen Armeeangaben über 110 Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Nach einer längeren Feuerpause setzten militante Hamas-Kämpfer damit den Beschuss Israels wieder fort. Zuvor war bei einem israelischen Militäreinsatz der Sohn des radikalen Hamas-Führers Mahmoud al-Zahar getötet worden. Bei israelischen Militäreinsätzen, die nach Angaben der Armee gegen den Raketenbeschuss gerichtet waren, sind seit Dienstag nach verschiedenen Angaben 25 bis 30 Palästinenser, darunter auch mehrere Zivilisten, ums Leben gekommen.

Gaza-Streifen gesperrt
Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Donnerstagabend die Schließung aller Grenzübergänge zum Gazastreifen angekündigt. Als Grund nannte sein Ministerium die Beschießung Israels mit palästinensischen Raketen. Die Maßnahme solle einige Tage gelten und sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr betreffen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Israel testete Langstreckenrakete
Unterdessen hat Israel am Donnerstag erfolgreich eine neue Langstreckenrakete getestet, wie aus dem Verteidigungsministerium verlautete. Medienberichten zufolge kann die Rakete auch einen atomaren Gefechtskopf tragen. Israelische Fernsehsender zeigten Bilder vom Start der Rakete vom Luftwaffenstützpunkt Palmachim aus. Die Berichte standen unter Militärzensur. Offiziell nimmt Israel weder zu seinen Atomwaffen noch zu seinem Raketenarsenal Stellung.

Codename: "Jericho-3"
In Medienberichten wurde die Rakete "Jericho-3" genannt, was darauf hindeutet, dass es sich um eine Weiterentwicklung der derzeitigen "Jericho"-Baureihe handelt. Israel arbeite an einer Rakete mit einer Reichweite bis zu 4.000 Kilometer, hieß es weiter.

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